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Classic Days
Tausende Besucher gehen auf eine Reise durch die Auto-Historie

Classic Days 2017 auf Schloss Dyck - Tag 2 und 3
Classic Days 2017 auf Schloss Dyck - Tag 2 und 3 FOTO: Berns
Jüchen/Rhein-Kreis. Ein Wochenende lang gab es am Schloss Dyck wieder Buntes und Schönes aus vergangener Zeit zu sehen. Die Oldtimer sorgten einmal mehr für tausende Besucher. Von Marco Büren

Dicht gedrängt standen die Zuschauer am Rundkurs, um das "Biest aus Turin" zu sehen. Dieser Fiat brach 1912 einen Geschwindigkeitsrekord. Der erreichte Wert von 225 km/h sorgt heute längst nicht mehr für Applaus, wohl aber die Art, mit der der Fiat auftritt: Erst spürt man das Beben seines riesigen Motors, dann hört man das Knallen der Zündung, und dann rast er, Flammen aus der Motorhaube schießend, am Publikum vorbei - kein Wunder, dass solch ein Gigant auch im Stand die Blicke auf sich zieht.

Das schaffte auch der echte Kavalier, der stolz seinen Alvis Roadster auf der Schwarznusswiese präsentierte. Er nannte seinen Namen nicht, aber aus dem Leben seines Autos erzählte er gern und viel. Vermutlich habe ein Pilot der Royal Air Force den Wagen einst nach Deutschland gebracht, in Wien sei der Alvis einmal repariert worden. Und jahrzehntelang schlummerte der Roadster in einer Garage, bis er wieder herausgeputzt wurde. Heute posiert sein Besitzer stolz mit dem Cabrio, zeitgenössisch noch dazu, mit Golfschlägern und Gin-Flaschen im Stil der 1950er Jahre, in der der Alvis noch ein Neuwagen war.

Classic Days 2017 auf Schloss Dyck - Tag 1 FOTO: Marco Büren

Auch die Models bei der historischen Modenschau an der Orangerie bewiesen: Längst sorgen bei den Classic Days nicht nur alte Autos für Aufmerksamkeit, sondern irgendwie alles, was direkt aus der Zeitmaschine zu kommen scheint. Davon gab es am Schloss auch in diesem Jahr wieder einiges mehr: Im Themenbereich "Nostalgic Journeys" etwa lagen Omas Groschenromane im Wohnwagen der 70er, dazu trällerte Musik aus Opas Kofferradio. Und im Bereich "Stars & Stripes", in dem es Amerikanisch zuging, zeigte sich der ewig junge Elvis Presley im Bereich für US-Fahrzeuge, während seine Fans im zeitgenössischen Diner aßen oder die Ami-Schlitten im Autokino bestaunten.

Selbst am Samstag, als sich das Wetter nicht von seiner besten Seite zeigte, sorgte die Zeitmaschine für passende Utensilien. Ein Gast hatte seine Citroen "Ente" mit gelben Gummistiefeln und einem Regenschirm mit Blümchenmuster beladen.

Quelle: NGZ
 
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