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Kalkar
Unternehmer-Früstück in Kalkar

Kalkar. Die Bundeswehr investiert Millionen in den Standort Kalkar, bietet Arbeitsplätze, schafft Kaufkraft und ihre Bediensteten mieten Wohnraum. Dies alles wissen regionale Unternehmer zu schätzen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass Generalleutnant Joachim Wundrak und Generalmajor Bernd Schulte Berge als Gäste des vergangenen Unternehmerfrühstücks mit der Wirtschaftsförderung Kreis Kleve im Ratskeller Kalkar durch Bürgermeister Gerhard Fonck begrüßt wurden.

Kalkars Bürgermeister wies darauf hin, dass bald stadtkernnaher Wohnbauflächen (20 Grundstücke) an der neuen "Heinz-Seesing-Straße" angeboten werden könnten. In Altkalkar im Bereich der ehemaligen Hauptschule an der Birkenallee können laut Fonck Investoren auf 15 000 Quadratmetern ein generationengerechtes Wohnkonzept entwickeln. Als Gewerbeflächen hält die Stadt sowohl in Kehrum rund 18 000 Quadratmeter und in Kalkar "Auf dem Großen Damm" 7000 Quadratmeter sowie im erweiterten Gewerbegebiet "Oyweg" 22 000 Quadratmeter bereit.

Lob und Dank erntete Han Groot Obbink, eben erst zum Vorsitzenden des DEHOGA im Kreisgebiet gewählt, als Vorsitzender des Werbering Kalkar aktiv. Ein ebenso deutliches Schulterklopfen gab es für die Wirtschaftsförderin Brigitte Jansen, die sich für die Verbesserung der Breitbandversorgung einsetzte, für die es nun gut 450 000 Euro Fördermittel für das rund 650 000 Euro teure Investment gebe.

Das Thema "Gesundheit" als Teil der Daseinsvorsorge war auch Bestandteil des Beitrags, den Landrat Wolfgang Spreen im Ratskeller lieferte. Um den Problemen des ab 2030 drohenden Ärztemangels für die Zukunft zu begegnen, stellte der Landrat Angebote des Kreises vor - so auch das Hospitationsmodell zur Anwerbung von Ärzten zur Niederlassung im Kreisgebiet. Den hohen Stellenwert der Bildung ordnete der Landrat mit der hohen Bedeutung der beiden Berufskollegs in Kleve und Geldern ein. 5500 junge Menschen erhalten allein in der Schwanenstadt ihre berufliche Qualifikation, weitere 2300 dürften sich in den nächsten Monaten über den Neubau freuen, der in Geldern derzeit wächst und Folge einer 36 Millionen-Investition sein wird. "Wir sollten alles daran setzen, dass wir im Kreisgebiet dem drohenden Fachkräftemangel richtige Antworten bieten", so Spreen auch mit Blick auf die 5300 Studierenden der jungen Hochschule Rhein-Waal, die nach und nach in den regionalen Arbeitsmarkt eingegliedert sein wollen.

Neben der Sanierung der Rheinbrücken zwischen Emmerich am Rhein und Kleve sowie Rees und Kalkar sah Spreen es als nachdrücklich notwendig an, den Druck zur Realisierung der B 67n zwischen A3 und A57 zu erhöhen. Zahlen müsse der Bund, umsetzen das Land - es bleibe also ein schwieriges Projekt.

Schon vorher hatte Dr. Andreas Henseler, frisch im Amt als Leiter der IHK-Zweigstelle in Kleve, die hohe Bedeutung der verkehrlichen Infrastruktur herausgestellt. Die späte Sanierung der A40-Brücke als Beispiel koste die Wirtschaft täglich Millionen - und zwar über die reinen Sanierungskosten hinaus.

Quelle: RP
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