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Polizei zum Sessionsstart
Horror-Clowns sind im Karneval unerwünscht

Polizei gibt Tipps zum Umgang mit Horrorclowns
Polizei gibt Tipps zum Umgang mit Horrorclowns
Köln. In den Karnevalshochburgen werden am Freitag wieder verkleidete und trinkfreudige Jecken auf den Straßen feiern. Am elften Elften beginnt die neue Session – aber bitte ohne ein Horror-Clowns, sagen Verantwortliche.

Die Kölner Polizei kündigt an, sehr genau hinschauen zu wollen: "Träger von sogenannten 'Horror-Clown-Masken' genießen die besondere Aufmerksamkeit der Polizei und werden sich bei entsprechendem Verhalten auch Kontrollmaßnahmen ausgesetzt sehen." Dabei seien auch Platzverweise möglich. Verkleidete mit Clown-Masken hatten in den vergangenen Wochen in Deutschland immer wieder Menschen auf der Straße erschreckt und auch angegriffen.

Verastalter verbieten Clown-Masken

Für eine große Sessionseröffnung am Kölner Tanzbrunnen haben die Veranstalter die Masken bereits mit einem Bann belegt. "Die Security wird diese Anweisung bekommen", sagt Thomas Schulz von der Karnevalsgesellschaft "Die Grosse von 1823". Sogenannte Vollmasken wie die der Horror-Clowns würden nicht akzeptiert. Etwa über Facebook seien besorgte Anfragen eingegangen, ob man bei dem Fest mit den Schock-Kostümen rechnen müsse.

Köln: Tausende Jecken feiern am 11.11. 15 auf dem Heumarkt FOTO: dpa, mjh pzi

Die Sicherheit ist nach den Ereignissen der vergangenen Monate generell ein großes Thema. Die Kölner Polizei nennt zwar keine genaue Zahl, wird aber mit mehr Leuten im Einsatz sein als im Vorjahr. Bei der zentralen Veranstaltung am Heumarkt gibt es eine recht lange Liste mit Dingen, die draußen bleiben sollen – neben Gläsern und Flaschen sind das auch Bollerwagen, Rucksäcke, Stühle und Tische.

Auftakt ohne die Bläck Fööss

11.11.2015: Hoppeditz erwacht in Düsseldorf FOTO: dpa, fg pzi

Ansonsten dürfte der Frohsinn seinen gewohnten Gang nehmen. In Köln wird im Rathaus erstmal der Sessionsvertrag mit dem neuen Dreigestirn unterschrieben. Oberbürgermeisterin Henriette Reker wird zudem um 11.11 Uhr gebraucht, um pünktlich die neue Session zu eröffnen. Beim gemütlichen Teil treten am Heumarkt kölsche Musik-Größen wie die Höhner und Brings auf – allerdings erneut nicht die Kultband Bläck Fööss. Schon im vergangenen Jahr hatte sie ihren Auftritt abgesagt, weil es ihr zu laut, zu voll und zu alkoholisiert zuging.

In Düsseldorf kommt unterdessen Leben in den Hoppeditz. Mit einer Spottrede beginnt die Narrenfigur im rot-weißen Kostüm über die Zustände in der Stadt herzuziehen. Seine Ansprache hält er von einem riesigen Senftopf aus. Die versammelte Stadtspitze steht auf dem Rathausbalkon und hört sich die Gardinenpredigt an.

(bur/dpa)
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