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Ehrhoff: Mit Eismaschine über den Ostwall

Lokalsport: Ehrhoff: Mit Eismaschine über den Ostwall
David Fischer (Nr. 3) im Zweikampf am Boden gegen den Finnen Mika Pyörälä. Der Krefelder Verteidiger hinterließ bisher in der Vorbereitung einen sehr guten Eindruck. FOTO: M.Ruffler
Krefeld. Eishockey: Der NHL-Star war gesten in der Brauerei Königshof bei der Hockey Night der Pinguine Supporters zu Gast. Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns

Enttäuscht, aber durchaus zufrieden verließen die KEV-Fans am Donnerstag nach der 0:2-Niederlage der Pinguine im Auftaktspiel der Champions Hockey League gegen den finnischen Meister Kärpät Oulu den König-Palast. Enttäuscht, weil in den 60 spannenden Minuten durchaus eine Überraschung in der Luft lag. Zufrieden, weil die Krefelder Mannschaft zu diesem frühen Zeitpunkt der neuen Eiszeit sehr homogen und frisch auftrat. So war es allerdings auch vor einem Jahr, als die Schwarz-Gelben dem Meister aus Schweden so großartig Paroli boten. Wie damals, stieg bei den Fans auch jetzt wieder die Erwartungshaltung für die neue DEL-Saison. Was im März am Ende dabei herauskam, ist bestens bekannt. Daher sollte man diesmal mit den Vorschusslorbeeren vorsichtig sein.

Es gab durchaus positive Erkenntnisse, dass die neue Eiszeit im nächsten Jahr nicht so früh enden könnte. Das hohe Tempo des Spiels konnten fast alle Pinguine bis zur letzten Sekunde mitgehen. Die Neuzugänge verkaufen sich bis jetzt deutlich besser als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. Auch die Entwicklung einiger Akteure des alten Kaders ist vielversprechend. Schade, dass sich Steve Hanusch vor dem zweiten Treffer der Finnen den entscheidenden Fehler an der roten Linie leistete.

Ansonsten war seine Leistung tadellos. "Ich wollte meinen Gegner ausspielen, bin aber hängen geblieben. In dieser Situation wollte ich einfach zu viel", sagte Hanusch gestern. Auch Kyle Sonnenburg und oliver Mebus wirkten viel stabiler als über weite Teile der vergangenen Spielzeit. Einen Quantensprung machte David Fischer. "Er spielt momentan so, wie wir ihn aus der Zeit kennen, wo er zu uns kam", sagte Rüdiger Noack gestern, als er das Training beobachtete. Ausfälle gibt es nach dem kräftezehrenden CHL-Match nicht.

Das Kontrastprogramm könnte für die Pinguine in diesen Tagen nicht größer sein. Nach dem Duell mit einer europäischen Spitzenmannschaft geht es morgen nach Duisburg, wo um 18.30 Uhr die Füchse von der Wedau aus der Oberliga Nord auf die Krefelder warten. In diesem schon traditionellen Aufeinandertreffen während der Saisonvorbereitung taten sich die Pinguine häufig sehr schwer. Die Duisburger verpassten im April im Play-off-Finale gegen Freiburg nur knapp den Sprung in Liga zwei. Die Schmitz-Brüder Tom und Mike sowie Lukas Koziol trainierten gestern früh in Duisburg und werden Sonntag für die Füchse auflaufen. Gestern gehörte das Trio bei der Hockey Night der Pinguine Supporters in der Brauerei Königshof zum DEL-Aufgebot, das sich unter die vielen KEV-Fans mischte.

Als Ehrengast erschien Christian Ehrhoff, der in einem Interview Rede und Antwort stand. Welches Trikot der NHL-Star in dieser Saison tragen wird, wollte er noch nicht verraten. Die Entscheidung soll in der kommenden Tagen fallen. In Übersee wird gemunkelt, das der 33-jährige Verteidiger zu einen Klub wechselt, dem Titelchancen eingeräumt werden. Auf die Frage von Moderator Rolf Frangen, warum er sich den Stress in der NHL noch antue und doch besser für die Pinguine spielen könnte, antwortete er: "Ich bin noch jung genug, um weiter in der NHL zu spielen. Wenn ich zurückkomme und noch nicht zu alt bin, werde ich für Krefeld spielen. Mein Traum ist es immer noch, mit der Eismaschine über den Ostwall zu fahren. Das war 2003 bei der Meisterfeier leider nicht möglich." Der Jubel der Fans war danach groß.

Quelle: RP
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