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Deutschland-Jahr
Junge Japaner fühlen sich pudelwohl in Langenfeld

Langenfeld. Deutschland? Mako Nakamura grinst und nickt freundlich. Ja, über Deutschland habe sie schon einiges in Japan erfahren, sagt sie. Die Frage nach Details beantwortet die 16-Jährige schnell: "Oktoberfest, Bratwurst und Schloss Neuschwanstein." Auch Kölner Dom, Brandenburger Tor und die typisch deutschen Weihnachtsmärkte sind demnach in Fernost bekannt - und natürlich: Der Fußball. "Mein Lieblingsteam ist Borussia Dortmund", meint Mariku Nagano. "Ich kenne auch alle anderen Vereine aus der Bundesliga."

Insgesamt acht Schüler aus Japan verbringen ein Jahr in Deutschland. Ihre ersten drei Wochen in der Fremde leben sie in Langenfeld und Umgebung. In den Räumen der VHS vertiefen sie ihre Deutschkenntnisse, bevor sie sich in alle Windrichtungen in der Bundesrepublik verteilen. Durchgeführt wird das Ganze von der Organisation Youth For Understanding (YFU), die seit über 55 Jahren weltweit Austauschprogramme macht. Die ersten drei Wochen sind dabei eine Phase zur Orientierung, in der auch die jeweilige Fremdsprache vertieft wird. Die Japaner sprechen eine charmante Mischung aus Englisch und Deutsch. Bei Schwierigkeiten stehen ihnen die beiden Lehrerinnen Maike Langner und Angelina Damps zur Seite. Sie haben sehr unterschiedliche Motivationen, warum sie Deutschland besuchen. "Mich interessieren Politik und Ökonomie in Deutschland und der Zusammenhalt in der EU", sagt etwa Tomoya Fukunaga (17). Sein Mitschüler Hirotaka Sakakibara hingegen will Schauspieler werden - und mehr über das deutsche Theater und dessen Geschichte erfahren. dora

Quelle: RP
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