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Lokalsport
Der DFB-Pokal-Fluch hält an

Leverkusen. Die Bayer-Fußballerinnen unterliegen dem SC Freiburg im Achtelfinale mit 0:4. Von Tobias Krell

Es bleibt dabei: Wenn das Viertelfinale im DFB-Pokal der Frauen ausgetragen wird, bleibt unterm Bayer-Kreuz nur die undankbare Zuschauer-Rolle. Diese bislang natürliche Grenze konnten die Leverkusenerinnen auch im Achtelfinale beim Lieblingsgegner SC Freiburg nicht knacken. Das Team von Trainer Thomas Obliers unterlag im Breisgau überraschend deutlich mit 0:4 (0:2). Aufhorchen ließ eine außergewöhnliche Geste von SCF-Coach Jens Scheuer.

In einer mit offenem Visier geführten Begegnung mit einigen Torchancen erhielten beide Torfrauen reichlich Gelegenheit, sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Bayers Anna Klink parierte gegen Carolin Schiewe (3.), Clara Schöne (26.), doppelt gegen Giulia Gwinn (59.), profitierte von zwei nicht gegebenen Treffen (10. Foul an der Torfrau, 33. Abseits) und dem Einschreiten von SCF-Coach Scheuer (74. verhinderte Rot für Klink und einen Elfmeter). Dennoch musste sie vier mal hinter sich greifen, weil Hasret Kayikci (14.), Schöne (37.), Lena Petermann (48.) und Gwinn (66.) erfolgreich waren.

Damit blieb sie zweite Siegerin im Fernduell mit Freiburgs Keeperin Laura Benkarth, an der die Leverkusenerinnen nach der Eröffnungs-Doppelparade gegen Anna Gasper ein ums andere Mal verzweifelten. Eine faire Partie war die Begegnung schon vor Scheuers vorbildlichem Gang zur Linienrichterin. Und auch wenn die Entscheidung zu diesem Zeitpunkt bereits gefallen war, bleibt es bemerkenswert, das der Trainer zugunsten des Fairplay auf einen Strafstoß (und damit einen möglichen fünften Treffer) verzichtete und so Klink vor der bereits angezeigten Herausstellung bewahrte.

Zumindest in Sachen Fairplay - wenn schon nicht nach Toren - konnten sich die Leverkusenerinnen im Ansatz noch revanchieren. Denn wenig später korrigierten sie die Schiedsrichterin, die ihnen eine ungerechtfertigte Ecke zusprechen wollte. Lange Wunden lecken können die Leverkusenerinnen nun nicht. Schon am Samstagnachmittag wartet die nächste Aufgabe: das Auswärtsspiel bei Liganeuling Werder Bremen.

Bayer: Klink - Roenneke (60. Sundov), Kempe, Krahn, Leluschko, Schwab (69. Prinz) - Ewers, Beck - Gasper, Weber, Wich.

Quelle: RP
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