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Mönchengladbach
Rechtspopulistische Bewegung kündigt ihre dritte Kundgebung an

"MG steht auf" und "MG stellt sich quer" demonstrieren parallel
"MG steht auf" und "MG stellt sich quer" demonstrieren parallel FOTO: detlef Ilgner/stephan Schellhammer
Mönchengladbach. Das Bündnis "Aufstehen! Für Menschenwürde. Gegen Rechtsextremismus" hat für denselben Tag einen "Gedenkspaziergang" angemeldet. Von Gabi Peters

In der Gladbacher Innenstadt wird es am kommenden Freitag, 8. Januar, wohl erneut ein großes Polizeiaufgebot geben. Denn die "Pegida"-nahe Bewegung "Mönchengladbach steht auf" hat auf Facebook ihre dritte Kundgebung auf dem Kapuzinerplatz mit "Abendspaziergang" und "Merkel muss weg"-Rufen angekündigt. Rund 100 Teilnehmer waren zu den ersten beiden Veranstaltungen gekommen. Beide Male gab es Gegendemonstrationen, die dreimal so groß waren. Die Organisatoren von "MG steht auf" betonen zwar immer wieder, dass sie keine Rassisten seien, kämpfen aber dafür, dass die Grenzen für Flüchtlinge dicht gemacht werden.

Bei der letzten Kundgebung war unter anderem Michael Diendorf aufgetreten, der jeden Montag mit "Pegida" in Duisburg demonstriert und der als Mitorganisator der überregionalen Pegida-Kundgebung in Aachen Mitte Dezember gilt. In Mönchengladbach kritisierte er die "Masseninvasion" von afrikanischen und arabischen Flüchtlingen, die fünfmal schwieriger zu integrieren seien als angepasste Menschen aus der Türkei. Diendorf verwies auf das Attentat in Paris mit über 130 Toten und sagte dann: "Unsere Sicherheit liegt am Boden." Die Polizei könne auch in Deutschland die Menschen nicht mehr schützen.

Die Gegendemonstranten kritisierten das Schüren der Ängste mit falschen Behauptungen. Als einige von ihnen den Abendspaziergang der Rechtspopulisten durch eine Sitzblockade stoppen wollten, wurden sie von Polizisten weggetragen,

Auf ihrer Facebook-Seite zur Veranstaltung am 8. Januar postet die Bewegung "Mönchengladbach steht auf" Sätze wie "Macht endlich unsere Grenzen dicht!" und "Mönchengladbach. Unsere Heimat! Unsere Straßen! Unsere Regeln". Auch ein Flüchtlingslied ist dort zur hören mit Textzeilen wie "Jeden Monat 100.000 Flüchtlinge aus aller Welt strömen rein ins kleine Deutschland, weil's ihnen hier gut gefällt... Jetzt versinkt das Land im Chaos, und das Volk muss zahlen dafür".

Ferdinand Hoeren vom Mönchengladbacher Bündnis "Aufstehen. Für Menschenwürde. Gegen Rechtsextremismus" hat bei der Polizei bereits für den gleichen Tag einen Gedenkspaziergang zum Tag der Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten angemeldet. Der Weg soll von der Christuskirche über den Kapuzinerplatz und den Alten Markt bis zur Citykirche führen. Die Veranstaltung beginnt um 18.30 Uhr mit einer Auftaktveranstaltung an der Christuskirche.

Quelle: RP
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