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60 Jahre Verkehrssünderkartei
Die schwerwiegendsten Raser-Fälle aus dem Rhein-Kreis Neuss

Neuss: 60 Jahre Verkehrssünderkartei - die schwerwiegendsten Raser-Fälle aus dem Rhein-Kreis
Das Kraftfahrbundesamt in Flensburg (Symbolbild). FOTO: dpa
Neuss. Vor 60 Jahren, am 16. Juli 1957, trat ein Gesetz in Kraft, mit dem die Verkehrssünderkartei ermöglicht wurde. Bis heute werden in Flensburg fleißig Punkte gesammelt und Führerscheine eingezogen. Die schlimmsten Vergehen aus dem Rhein-Kreis Neuss.

An knapp 100 Standorten im gesamten Kreisgebiet lassen Städte und Kreis regelmäßig die Geschwindigkeit der Autofahrer kontrollieren. Neben vier stationären Blitzern setzen die Ordnungsämter dabei vor allem auf mobile Kontrollen. 

Dabei gilt: Wer inner- wie außerorts mit mehr als 20 Stundenkilometern zu schnell unterwegs war, bekommt einen Punkt in Flensburg - im "Fahreignungsregister", wie die Sünderkartei offiziell heißt. Ab acht Punkten muss der Führerschein abgegeben werden, gleiches gilt für Autofahrer, die mit mehr als 30 km/h zu viel auf dem Tacho erwischt wurden.

Was Autofahrer wissen wollen FOTO: dpa

In den vergangenen 18 Monaten mussten zahlreiche Autofahrer im Rhein-Kreis ihren Führerschein abgeben, nachdem sie von der Radarmessung überführt wurden. Den unrühmlichen Rekord hält dabei ein Autofahrer, der im Januar 2017 auf der A57 in einer 60er Zone mit 140 Stundenkilometern erwischt wurde. Dafür gab es nicht nur drei Monate Fahrverbot und zwei Punkte in der Verkehrssünderkartei, sondern auch noch 680 Euro Geldstrafe.

Die zehn schwerwiegendsten Verstöße aus dem Rhein-Kreis Neuss hat die Kreisverwaltung unserer Redaktion zur Verfügung gestellt:

  • 47 km/h zu schnell: 19. März 2016 in Kaarst, Neusser Straße - 50 km/h innerorts erlaubt, nach Toleranzabzug 97 km/h gemessen
  • 50 km/h zu schnell: 13. April 2017 in Meerbusch-Osterrath, Meerbuscher Straße - 50 km/h innerorts erlaubt, nach Toleranzabzug 100 km/h gemessen
  • 52 km/h zu schnell: 9. März 2017 in Jüchen, L116 (Hahnerhof) - 70 km/h außerorts erlaubt , nach Toleranzabzug 122 km/h gemessen
  • 52 km/h zu schnell: 26. April 2017 in Grevenbroich, A540 (Ausbauende) - 80 km/h außerorts erlaubt, nach Toleranzabzug 132 km/h gemessen
  • 55 km/h zu schnell: 4. April 2016 in Kaarst, Schiefbahnerstraße - 50 km/h innerorts erlaubt, nach Toleranzabzug 105 km/h gemessen
  • 55 km/h zu schnell: 15. Februar 2017 in Korschenbroich-Kleinenbroich L361 - 70 km/h außerorts erlaubt , nach Toleranzabzug 125 km/h gemessen
  • 68 km/h zu schnell: 2. April 2016 in Dormagen, A57 - 80 km/h außerorts erlaubt , nach Toleranzabzug 148 km/h gemessen
  • 74 km/h zu schnell: 21. Februar 2016 in Kaarst, A57 - 80 km/h außerorts erlaubt, nach Toleranzabzug 154 km/h gemessen
  • 74 km/h zu schnell: 5. Oktober 2016 in Neuss, A57 - 100 km/h außerorts erlaubt , nach Toleranzabzug 174 km/h gemessen
  • 80 km/h zu schnell: 18. Januar 2017 in Neuss, A57 - 60 km/h außerorts erlaubt , nach Toleranzabzug 140 km/h gemessen

Auch die Polizei Neuss ist regelmäßig im mobilen Einsatz auf der Jagd nach Rasern. Dort werden die geblitzten Verkehrsteilnehmer jedoch nicht statistisch erfasst, so dass aus den Messungen der Polizei leider keine Zahlen vorliegen.

Anmerkung der Redaktion: Wie im unten stehenden Kommentar erwähnt, hatten wir einen Unfall im Jahr 2018 erwähnt. Das ist natürlich falsch - und wurde korrigiert.

(cbo)
 
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