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Baseball
Alligators mit zweitbestem Schlagdurchschnitt beim Europacup

Solingen. Mit einem 20:1-Erfolg über die Brest Zubrs schließen die Solinger Baseballer den European Champions Cup auf dem vierten Rang ab. Von Thomas Rademacher

Das letzte Spiel beim Europacup in Paris und Chartres war Formsache für die Solingen Alligators. Die Baseballer pulverisierten den sieglosen weißrussischen Vertreter Brest Zubrs mit 20:1. "Damit liegen wir voll im Soll", erläuterte Trainer Norman Eberhardt. "Auch wenn wir keines von den drei Spielen gegen die Favoriten gewonnen haben." Das hatte sich die Mannschaft im Vorfeld erhofft, um so mit drei Siegen und zwei Niederlagen aus der Veranstaltung herauszugehen. So mussten sich die Solinger mit zwei Erfolgen begnügen, was zum vierten Platz der Gesamtwertung genügte und damit den deutschen Startplatz in der Champions League des Baseballs auch in der kommenden Saison sicherte.

Dabei verkaufte sich die Mannschaft in den drei Duellen gegen die starken europäischen Baseball-Nationen ordentlich. Gegen die Amsterdam Pirates hielt die Truppe lange mit, und auch beim 0:4 gegen San Marino und in der Partie gegen Bologna waren die Alligators nicht chancenlos. "Wir haben leider defensiv ein paar Fehler zu viel gemacht und haben am Schlag nicht immer wirklich funktioniert", meinte Eberhardt. Dabei wäre der Truppe gegen Bologna fast eine Sensation gelungen. Einen 2:12-Rückstand verkürzten die Bergischen im siebten Durchgang auf 10:12. Dann musste Eberhardt mit Chris Mezger seinen besten Werfer vom Wurfhügel nehmen. Für ihn kamen Luka Wolf und Dominik Wulf, die jeweils in Probleme gerieten.

"Ich konnte keine Überbelastung von Chris' Arm riskieren. Klar wäre ein Sieg schön für das Selbstvertrauen gewesen, aber wenn er uns dann in der Bundesliga ausfällt, haben wir ein ernsthaftes Problem", erklärte der Coach, der sich den starken Italienern dann doch noch mit 10:18 geschlagen geben musste.

Dennoch: Auch durch das 20:1 über Brest haben die Alligators statistisch hervorragend gespielt. Als Mannschaft verfügten die Solinger mit 31,5 Prozent über den zweitbesten Schlagdurchschnitt des Turnieres. Dazu hat Tanner Leighton überragend agiert. Der US-Amerikaner belegte in allen wichtigen Offensivstatistiken einen Platz unter den besten drei Spielern. "Eine große positive Überraschung war außerdem Markus Stryczek", lobte Eberhardt. Mit 43,8 Prozent belegte der Outfielder den siebten Rang beim Schlagdurchschnitt. "Auch wenn zu sehen war, dass nicht jeder für alle Spielsituationen bereit war, bin ich insgesamt deutlich zufriedener als im vergangenen Jahr." Damals holten die Alligators nur einen Sieg.

Quelle: RP
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