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Baseball
Alligators müssen geschwächt nach Paderborn

Solingen. In der Baseball-Bundesliga treffen die Solinger morgen auf einen alten Erzrivalen.

Besonders erfolgreich haben die Paderborn Untouchables in dieser Bundesliga-Saison noch nicht gespielt. Mit drei Siegen und fünf Niederlagen würde der Erzrivale der Solingen Alligators momentan die Play-offs um die Deutsche Meisterschaft verpassen. Doch das Bild verzerrt, zumal die Untouchables alle umkämpften Partien zum Teil etwas unglücklich abgaben. Die Solinger Baseballer sind vor den morgigen Auswärtsspielen gewarnt.

"Ich finde, man kann ganz schwer sagen, wie stark Paderborn wirklich ist", meint Alligators-Werfer André Hughes. Die Untouchables verzichten auch in dieser Saison komplett auf ausländische Spieler. Zudem hat Routinier Octavio Medina nach der Saison 2015 aufgehört. "Dadurch büßen sie natürlich vor allem Erfahrung und damit auch Qualität ein." Doch die Paderborner entwickeln gute Nachwuchs-Baseballer auf ihrem örtlichen Internat.

Die Bilanz spricht zwar derzeit noch gegen die Untouchables, aber gerade die vier Niederlagen gegen die Hamburg Stealers und Bonn Capitals kamen nicht ganz unerwartet. Zwei Mal wurden die Begegnungen erst in Extra-Durchgängen entschieden. "Mit Bonn und Hamburg ist in dieser Saison stark zu rechnen, und Paderborn wäre jeweils für mindestens einen Sieg gut gewesen. Das sind sie gegen uns sicher auch", weiß Hughes.

Zumal die Alligators erneut nicht komplett antreten können. Ex-Mannschaftsmitglied Bastian Bernards lässt morgen seinen Sohn Moritz taufen, wobei Julian Steinberg und Dustin Hughes als Paten fungieren. "Deshalb werdens uns beide fehlen." David Selsemeyer wird damit in beiden Partien als Catcher fungieren. Für Dustin Hughes kommt Dominik Wulf an der ersten Base in Frage. So würde Nils Hartkopf wohl die dritte Base von Wulf übernehmen. Auf dem Wurfhügel starten erneut André Hughes und Jadd Schmeltzer. So berechenbar die Solinger in dieser Saison bei der Wahl ihrer Startwerfer sind, so offen ist diese Frage bei den Untouchables. Sie verfügen mit Eugen Heilmann, Daniel Hinz, Matt Kemp, Daniel Thieben und Philipp Neuheuser über viele gute Pitcher.

Traditionell würde sich erneut das Duell Heilmann gegen Hughes anbieten. Kein Bundesliga-Werfer hat mehr Durchgänge gepitcht als Heilmann. "Ich habe mir das mal angesehen. Er braucht noch 31 Innings bis er 1000 voll hat", sagt Hughes über den 34-Jährigen. "Ich stehe derzeit bei 879 geworfenen Durchgängen. Wenn Eugen in seinem bisherigen Rhythmus weitermacht, kommt er auf 1020 nach der Saison. Das kann ich nächstes Jahr aufholen." Überhaupt ist Hughes auf Rekordjagd. Noch zwei Siege bis der Alligators-Veteran seinen hundertsten feiert. Auch die Marke von 750 Strike-outs ist nicht mehr weit entfernt. "Letztendlich ist das natürlich Nebensache. Aber Statistiken sind im Baseball eben etwas Besonderes", weiß Hughes. Wichtiger sind jedoch erfolgreiche Spiele. "Das Wetter wird schön, und der Gegner wird heiß sein. Und man muss auch ganz klar sagen: Paderborn ist talentiert genug, um uns zu schlagen."

(trd)
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