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Wesel
Sascha Wagner Die Linke

Wesel. Zum dritten Mal tritt Sascha Wagner (36) als Direktkandidat bei den Landtagswahlen an. Im Jahr 2012 erlebte die Partei ein Debakel, schied mit 2,5 Prozent aus dem Landtag aus. Auch Wagner holte in seinem Wahlkreis nur wenig bessere 2,6 Prozent der Erststimmen. Beides schmerzt ihn: Kurz nach der Wahl wurde der Sohn eines Textilarbeiters und einer Verkäuferin zum Landesgeschäftsführer der Linken gewählt. Ans Aufgeben habe er nie gedacht, sagt er. "Es war eher ein: Jetzt erst recht." Und so will der gebürtige Essener mit seiner Partei den Wiedereinzug in den Landtag schaffen. Als Ziel hat er "fünf Prozent plus x" ausgerufen. Glaubt man den Umfragen, dürften die Piraten, die 2012 im Wahlkreis Wesel III immerhin noch 7,8 Prozent der Stimmen erzielten, dabei kein großes Hindernis sein. Dafür gräbt nun die AfD an Protestwählern. Ihn beunruhige das nicht, sagt Wagner: "Wir sprechen eine deutlich andere Klientel an. Die AfD lassen wir rechts liegen."

Der 36-Jährige kämpft für eine bessere Ausstattung der Kommunen, hat Kürzungen im sozialen und kulturellen Bereich genauso den Kampf angesagt wie bei der Bildung: "Wir brauchen dringend Investitionen, auch in die Infrastruktur." In die Politik gegangen ist er 2005. Die rot-grüne Bundesregierung und deren Agenda 2010 seien damals der Auslöser gewesen, sagt er. Außerdem sei die Linke heute die einzige Friedenspartei im Bundestag. Um vom Politikbetrieb herunterzukommen, gehe er gerne wandern, auf Reisen, sagt Wagner. In Afrika war er schon, Indien reize ihn auch. Jetzt aber steht erst der politische Kampf an - in Wesel und in ganz NRW. lukra

Quelle: RP
 
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