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Arbeitsmarkt: So geht gute Inklusion

Kreis: Arbeitsmarkt: So geht gute Inklusion
Die drei Unternehmen Powermoon (Rheinberg), Rechtsanwaltskanzlei HTM Meyer Venn und Partner (Hamminkeln) und die Weiden-Apotheke (Dingden) bekamen die Preis "Pro Inklusion". FOTO: KM
Kreis. Projekt "win win" für schwerbehinderte Langzeitarbeitslose im Kreis Wesel verleiht Auszeichnung.

wesel (RP) Drei Betriebe aus dem Kreis Wesel sind mit dem Preis "Pro Inklusion" ausgezeichnet worden, den das Projekt "win win" im Kreis Wesel vergibt. Damit wird der besondere Einsatz dieser Firmen um die Integration von Menschen mit einer Schwerbehinderung in den beruflichen Alltag gewürdigt. Die Auszeichnungen wurden am Dienstag beim Inklusionstag des Projekts am "win win"-Standort Moers übergeben.

Ausgezeichnet wurden folgende Betriebe: das Familienunternehmen Powermoon aus Rheinberg, das ganz bewusst einen Rollstuhlfahrer als Bürokraft eingestellt hat und im Arbeitsleben unterstützt; die Rechtsanwaltskanzlei HTM Meyer Venn und Partner (Hamminkeln), die einer jungen Frau mit Schwerbehinderung und gesundheitlichen Beeinträchtigungen einen Ausbildungsplatz bereitgestellt hat, sowie die Weiden-Apotheke (Dingden), die eine sehbeeinträchtigte junge Frau zur Ausbildung eingestellt hat. Die Gewinnerunternehmen erhielten beim Inklusionstag in Moers jeweils eine Originalzeichnung des bekannten Karikaturisten Gerhard Mester zum Thema "Behinderung und Beruf".

Arbeitslose schwerbehinderte Menschen in Arbeit zu bringen ist Ziel des Projektes "win win" (Weseler Inklusions-Initiative - Wir integrieren nachhaltig). Fachkräfte der Grafschafter Diakonie gGmbH - Diakonisches Werk Kirchenkreis Moers, der Caritas-Verbände Moers-Xanten sowie der Dekanate Dinslaken und der Akademie Klausenhof, Hamminkeln, setzen das Projekt in Moers, Kamp-Lintfort, Dinslaken und Wesel um. Projektverantwortlich ist das Jobcenter Kreis Wesel in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit Wesel.

Im Kreis Wesel sind mit steigender Tendenz rund 1500 Schwerbehinderte als arbeitsuchend gemeldet - obwohl sich der Arbeitsmarkt im Kreis derzeit positiv entwickelt. Das Projekt läuft noch bis zum 31. August 2018 und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales aus Mitteln des Ausgleichsfonds gefördert. Bisher haben sich 411 Betroffene für eine Teilnahme gemeldet. Ursprünglich war geplant, dass innerhalb der dreijährigen Projektlaufzeit rund 85 Betroffene in einen Job vermittelt werden können. Nun sind es nach zwei Jahren bereits 130. Die Teilnehmenden werden vom Jobcenter und der Arbeitsagentur in das Projekt vermittelt. In Moers und den drei weiteren Projekt-Standorten erhalten die Betroffenen ein individuelles Coaching, durchlaufen verschiedene Tests und diagnostische Verfahren, erhalten Trainings und umfassende Unterstützung beim Bewerbungsverfahren.

Quelle: RP
 
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