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Kein Dementi aus Canberra
Australien soll Schlepper mit Geld zur Umkehr überredet haben

Australien soll Schlepper mit Geld zur Umkehr überredet haben
Mit diesem Video warnt Australien illegale Einwanderer. FOTO: Screenshot Youtube
Jakarta . Australien versucht offenbar das Flüchtlingsproblem vor den eigenen Küsten mit Bargeld zu lösen: Die Regierung in Canberra weicht Vorwürfen Indonesiens aus, Menschenschmuggler mit Flüchtlingen durch Geldzahlung zur Umkehr bewegt zu haben.

Premierminister Tony Abbott sagte am Freitag, die Grenzschutzbehörden seien mit ihren Strategien gegen Menschenschmuggel "unglaublich kreativ". Indonesien hatte sich sehr besorgt über Berichte geäußert, Australien habe der sechsköpfigen Besatzung eines Schmugglerbootes umgerechnet je 4450 Euro pro Mann gezahlt, damit sie vor Australien abdrehen.

Abbott wies diese Darstellung nicht zurück, sondern sagte Radio 3AW: "Wir müssen diesen Handel auf Biegen und Brechen stoppen." Australien werde das dazu Nötige tun. Am Vortag hatte Einwanderungsminister Peter Dutton gesagt, sein Haus kommentiere laufende operative Angelegenheiten nicht. Australien verbietet allen Flüchtlingen, die an seinen Küsten mit Booten ankommen, sich anzusiedeln.

Nach Darstellung Indonesiens waren auf dem Schmugglerboot 65 Migranten, vorwiegend aus Sri Lanka und Bangladesch, unter ihnen Kinder und eine Schwangere. Es sei von einem australischen Kriegsschiff abgefangen worden. Nach Erreichen der australischen Gewässer sei ein Marineoffizier an Bord gegangen, der Indonesisch gesprochen und über ihre Rückkehr auf indonesisches Gebiet verhandelt habe. Die Schmuggler hätten bei der Umkehr auch zwei Boote, Nahrung und Treibstoff erhalten.

(ap)
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