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Schöntal/Bonn
Der Papst kommt vorerst nicht nach Deutschland

Schöntal/Bonn. Papst Franziskus wird in absehbarer Zeit nicht nach Deutschland kommen. Man habe ihn eingeladen, aber in den Jahren 2016 und 2017 sei kein Platz mehr in seinem Terminkalender frei, sagte Kardinal Reinhard Marx, der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, gestern nach Abschluss der Frühjahrs-Vollversammlung im Kloster Schöntal. Papst Benedikt XVI. und dessen Vorgänger Papst Johannes Paul II. waren je dreimal in Deutschland zu Besuch. Benedikt war zuletzt im September 2011 in den Erzbistümern Berlin und Freiburg sowie im Bistum Erfurt zu Gast. Papst Franziskus wird im Rahmen der Reformationsfeierlichkeiten am 31. Oktober 2016 im schwedischen Lund zu einer Begegnung mit dem Lutherischen Weltbund erwartet. 2017 wird der 500. Jahrestag der Reformation gefeiert.

Zum Abschluss seiner Mexiko-Reise hat Papst Franziskus deutlich gemacht, dass er den Gebrauch von Verhütungsmitteln angesichts der Zika-Seuche für moralisch prinzipiell verantwortbar hält. Es gebe bei diesem Thema einen grundsätzlichen Unterschied zur Abtreibung, denn diese sei immer ein "absolutes Übel". Verhütung hingegen könne in Ausnahmefällen erlaubt sein. Franziskus erinnerte an eine Entscheidung von Paul VI. in den 1960er Jahren. Dieser hatte Ordensfrauen in Belgisch-Kongo Verhütungsmittel gestattet, damit sie sich gegen unerwünschte Schwangerschaften durch Vergewaltigungen schützen konnten.

(epd)
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