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CDU/CSU-Fraktion
Jürgen Hardt folgt als Außen-Experte auf Mißfelder

Philipp Mißfelder: Gedenken bei Totenmesse und im Bundestag
Philipp Mißfelder: Gedenken bei Totenmesse und im Bundestag FOTO: dpa, jai
Berlin. Bei der Nachfolge von Philipp Mißfelder als außenpolitischem Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion läuft es nach Informationen unserer Redaktion aus Fraktionskreisen auf den CDU-Politiker Jürgen Hardt (52) aus dem Bergischen Land hinaus. Von Gregor Mayntz

Hardt hatte bereits die Position des USA-Beauftragten der Bundesregierung von Mißfelder übernommen, nachdem dieser davon zurückgetreten war, um sich auf sein Amt als Schatzmeister der NRW-CDU zu konzentrieren. Der 35-Jährige war vor zwei Wochen an einer Lungenembolie gestorben.

Hardt hatte sich in der Europa-, Verteidigungs- und Außenpolitik profiliert, als die Kanzlerin ihn fragte, ob er Koordinator für die transatlantische Zusammenarbeit werden wolle. Gegenüber möglichen anderen Kandidaten wie etwa Mißfelders Stellvertreter Roderich Kiesewetter hat Hardt einen entscheidenden Vorteil: Er kommt aus NRW.

NRW-Landesgruppenchef Peter Hintze will der Fraktion auch für den zweiten vakant werdenden NRW-Posten Ende September einen "qualifizierten Vorschlag" unterbreiten, wenn Wolfgang Bosbach den Vorsitz im Innenausschuss niederlegt. Beobachter hielten den Innenpolitiker Clemens Binninger für einen möglichen Nachfolger. Jedoch teilt Binninger den Nachteil Kiesewetters: Er ist aus Baden-Württemberg. Zu Beginn jeder Wahlperiode machen die "Teppichhändler" (also die Landesgruppenchefs) aus, wer welche Posten besetzen darf.

(may-)
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