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Berlin
Rund 1,6 Millionen Menschen suchen hierzulande Schutz

Berlin. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts waren Ende 2016 rund 1,6 Millionen Schutzsuchende registriert und damit 851.000 Personen mehr als Ende 2014. Rund 430.000 schutzsuchende Menschen leben in NRW. Etwa die Hälfte aller Asylbewerber kommen der Statistik zufolge aus den drei Ländern Syrien (455.000), Afghanistan (191.000) und Irak (156.000). Männer sind deutlich in der Überzahl (64 Prozent). Das Durchschnittsalter liegt mit 29,4 Jahren deutlich unter dem der Bevölkerung insgesamt (44,2 Jahre). Unter den Schutzsuchenden waren 573.000 (36 Prozent), über deren Asylantrag noch nicht entschieden war.

Als eine Folge des Flüchtlingsandrangs haben sich die Klagen gegen Asylbescheide innerhalb eines Jahres fast verfünffacht. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung an die Linksfraktion im Bundestag hervor, über die zuerst die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet. Danach verzeichneten die Verwaltungsgerichte zum 30. Juni 2017 rund 322.000 Verfahren. Am gleichen Stichtag des Vorjahres waren es noch knapp 69.000.

(epd)
 
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