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Olympia-Traum geplatzt
Volleyballerinnen verpassen Ticket für Rio

Olympia-Traum geplatzt: Volleyballerinnen verpassen Ticket für Rio
Bundestrainer Felix Koslowski. FOTO: dpa, jbu mbk hak
Ankara/Köln. Die deutschen Volleyballerinnen haben die Teilnahme an den Olympischen Spielen in Rio verpasst. Beim Qualifikationsturnier in Ankara reichte es in der Gruppe A nur zum dritten Platz.

Aus der Traum: Die deutschen Volleyballerinnen werden die Olympischen Spiele in Rio (5. bis 21. August) nur als Zuschauer verfolgen. Die Mannschaft von Bundestrainer Felix Koslowski verpasste wie schon 2008 in Peking und 2012 in London die Olympia-Teilnahme.

"Wir sind alle emotional sehr angeschlagen", sagte Spielführerin Margareta Kozuch: "Wir haben uns mehr erhofft und eine gute Vorrunde gespielt. Dass das nun so ausgeht und man gewisse Dinge nicht kontrollieren kann, den Spielmodus nicht ändern kann, ist ein harter Brocken. Es ist schwierig, das zu verkraften."

Die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV) belegte beim Olympia-Qualifikationsturnier in Ankara in der Gruppe A mit fünf Punkten nur Platz drei hinter den Niederlanden (7) und Gastgeber Türkei (6) und schied damit im Kampf um die Rio-Tickets frühzeitig aus.

Das deutsche Team hatte am Donnerstag spielfrei und verfolgte hilflos, wie die vom ehemaligen Bundestrainer Giovanni Guidetti betreuten Niederländerinnen durch ein 3:0-Erfolg gegen Kroatien noch vorbeizogen. Tief enttäuscht war auch der Bundestrainer, der sich mit seinem Stab die schmerzhafte Entscheidung in der Baskent Volleyball Hall ansah. "Es ist das eingetreten, was wir alle nicht gehofft haben", sagte Koslowski.

Die Hoffnung auf das "Wunder von Ankara" war aber schon zuvor gering. "Solange noch ein kleines Fünkchen Hoffnung da ist, hoffen auch wir noch. Aber natürlich sind wir realistisch genug, um zu wissen, dass die Niederlande gegen Kroatien 3:0 gewinnen, wenn alles normal läuft", hatte Koslowski schon vor dem abschließenden Spiel in der Gruppe A erklärt. So kam es auch.

Dabei hatte die DVV-Auswahl zuvor gute Leistungen gezeigt und Siege gegen die Niederlande (3:2) und Kroatien (3:0) gefeiert. Zum Verhängnis wurde ihr die 1:3-Niederlage gegen die Türkei und der überraschende 3:0-Erfolg der Niederländerinnen gegen die bereits zuvor für das Halbfinale qualifizierten Gastgeberinnen.

"Die Türkinnen haben sicher nicht um den allerletzten Ball gekämpft", ärgerte sich Koslowski. Noch deutlicher wurde Libero Lisa Thomsen: "Wir hätten den Einzug ins Halbfinale absolut verdient gehabt. Darauf bin ich sehr stolz. Und gerade deshalb fühlen wir uns jetzt ja auch um eine große Chance betrogen. Die Niederlage der Türkei hatte einen richtig bitteren Beigeschmack. Ich will zwar auch weiterhin an einen fairen Volleyball-Sport glauben, doch offensichtlich war, dass die Türkinnen sicher nicht alles getan haben, um dieses Spiel zu gewinnen".

Nur der Sieger des Acht-Nationen-Turniers in Ankara qualifiziert sich direkt für Rio. Der Zweit- und Drittplatzierte haben bei einem Achterturnier in Japan (14. Mai bis 5. Juni) eine zweite Chance. Doch für die deutschen "Schmetterlinge" ist der olympische Traum ausgeträumt.

(sid)
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