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"Jetzt wird ausgerastet"
Für Adler Mannheim beginnt der Party-Marathon

Adler Mannheim zeigen Meisterpokal den Fans
Adler Mannheim zeigen Meisterpokal den Fans FOTO: dpa, ua hak
Ingolstadt. Nach der Schlusssirene gibt es für die Adler Mannheim kein Halten mehr. Der neue deutsche Eishockey-Meister feiert auf dem Eis – und startet in eine lange Champions-Party.

Nach dem Gewinn der siebten deutschen Meisterschaft begann für die Eishockey-Cracks der Adler Mannheim die Titel-Sause. Auf dem Eis stemmte Kapitän Marcus Kink den Silberpokal in die Höhe, der Sieger-Champagner spritzte. In der Kabine stand kistenweise Bier, es dröhnten die Bässe. "Das ist ein unbeschreibliches Gefühl", erklärte Kai Hospelt. Der Nationalspieler kündigte an: "Wir schauen, dass wir ganz schnell nach Hause kommen. Wenn man acht Jahre dafür kämpft, sei es einem auch gegönnt, dass man acht Tage feiert."

Noch in der Nacht empfingen begeisterte Fans ihre Helden in der heimischen SAP-Arena. Als die Spieler die Halle um 3.10 Uhr erreichten, wurden sie von rund 2000 Anhängern gefeiert. Zuvor hatten 10 800 Zuschauer das entscheidende Spiel beim ERC Ingolstadt beim Public Viewing in der Arena verfolgt - Hunderte blieben kurzerhand bis in die Nacht da.

Für Donnerstagnachmittag steht in Mannheim ein Empfang im Rathaus an. Für Freitag ist eine weitere Meisterfeier in der Arena geplant. Seinen Fans stellte der Klub auf Facebook vorsorglich eine Krankschreibung mit den Feldern "Lieblingsgetränk" und "Meisterfieber" bereit.

Große Emotionen, denn nach dem 3:1 (0:0, 1:1, 2:0) in Ingolstadt am Mittwochabend dürfen sich die Mannheimer erstmals seit 2007 wieder deutscher Eishockey-Champion nennen. Der Auswärtssieg bescherte dem Favoriten den entscheidenden vierten Erfolg in der Finalserie gegen den entthronten Vorjahresmeister. "Wir haben so viel Scheiße gefressen die letzten Jahre. Ich glaube, wir sind ein würdiger Sieger. Jetzt wird erst mal ausgerastet", stammelte Ronny Arendt vor Freude.

Matchwinner für den Hauptrundensieger der Deutschen Eishockey Liga (DEL) war im letzten Saisonspiel der Saison Andrew Joudrey durch seinen frühen Treffer im Schlussdrittel (44. Minute). Davor hatte Kurtis Foster (32.) die Führung des Titelverteidigers durch Christoph Gawlik (29.) ausgeglichen. Für den Endstand sorgte Jonathan Rheault mit einem Schuss ins leere Tor (60.). "Ich bin ziemlich kaputt. Mir tut alles weh, aber das hat sich gelohnt", meinte Nationalspieler Sinan Akdag.

Mannheim war als Favorit in die Finalserie gegangen. Doch Ingolstadt hatte kurze Zeit das Momentum, als sie nach zwei klaren Siegen mit 2:1 in der Serie vorn lagen. Die Adler kämpften sich aber auf beeindruckende Weise zurück. "Ich weiß, wie die Ingolstädter sich fühlen. Ich muss den Hut ziehen, sie haben uns alles abverlangt", meinte Adler-Profi Hospelt.

(dpa)
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