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Bayer Leverkusen
Eine monströse Woche für Bayer 04

Bayer 04 Leverkusen: Eine monströse Woche
Roger Schmidt und Bayer Leverkusen stehen anstrengende Aufgaben bevor. FOTO: dpa, mjh fpt
Leverkusen. Nach der Länderspielpause ist vor der nächsten Englischen Woche – und die hat es in sich. Los geht es am Freitagabend gegen das Überraschungsteam RB Leipzig. Danach geht es erst zum russischen, und dann zum deutschen Meister. Von Dorian Audersch

Die Frage, was Bayer 04 interessant und spannend macht, kann Roger Schmidt ziemlich genau beantworten. Wenn man große Ziele habe, bewege man sich permanent in Grenzbereichen, sagt der 49-jährige Trainer der Werkself. "So richtig Ruhe werden wir nie haben, weil wir immer kurz davor sein werden, etwas Außergewöhnliches zu erreichen - oder kurz davor, nicht mehr international zu spielen." So oder so sei seine Mannschaft mit "jungem Elan" ausgestattet und einer "spannenden Art, Fußball zu spielen."

Gemeint ist damit auch die anhaltende Achterbahnfahrt, die sein Team seit dem Saisonbeginn vollzieht. Zuletzt gab es drei Pflichtspielsiege in Folge - und die Welt unter dem Bayer-Kreuz ist wieder in Ordnung, nachdem es in den vergangenen Wochen nicht immer einfach war. Nun steht die nächste schwierige Phase an. Sie hält drei Partien bereit, die es in sich haben. Am Freitag kommt der Tabellenzweite RB Leipzig in die BayArena (20.30 Uhr), dann geht es in der Champions League zum russischen Meister ZSKA Moskau (Dienstag, 18 Uhr). Am dann folgenden Samstag geht es zum FC Bayern München (18.30 Uhr). Es ist das Topspiel des 12. Spieltags.

Die Chancenverwertung der Klubs FOTO: dpa, jg jhe

Julian Brandt sprach mit Blick auf die kommenden Aufgaben unlängst von "Monstermannschaften". Sein Trainer sieht es ähnlich - wenn auch mit anderer Wortwahl. "Ich würde sagen, es sind gute Mannschaften und wichtige Spiele." Brandts wortgewaltige Einschätzung werde wohl "Jugend-Slang" gewesen sein. Klar ist, dass die anstehenden Spiele nicht nur wegen ihrer sportlichen Attraktivität wichtig sind. Es geht auch darum, den zuletzt anhaltenden Aufwärtstrend beizubehalten - und auszubauen. Leipzig schätzt Schmidt als direkten Konkurrenten um die internationalen Plätze ein.

Seine Zielvorgabe: Boden gutmachen. Acht Punkte trennen Bayer auf Platz acht (16) von Leipzig (24). Direkt danach richtet sich der Fokus auf Moskau. Ein Sieg in Russland würde die Tür zum Achtelfinale der Königsklasse sperrangelweit öffnen. Die endgültige Entscheidung in Gruppe E fällt aber wohl erst am 7. Dezember, wenn der AS Monaco in die BayArena kommt.

Pressestimmen: "Der Seeler-Quäler" FOTO: dpa, ahe fpt

In der russischen Hauptstadt zu gewinnen, würde aber mindestens das sichere Überwintern in der Europa League bedeuten. Bayer 04 wäre Platz drei in der Gruppe nach weiteren drei Punkten nicht mehr zu nehmen. Aber das Team ist gewarnt: Das Hinspiel endete nach einer klaren 2:0-Führung doch noch 2:2. Moskau ist also ein nicht zu unterschätzender Gegner.

An das Spiel in München will Schmidt vorerst nicht denken - frei nach dem Motto: ein Schritt nach dem anderen. Die Fans hingegen werden sich sicher gerne an den letzten Sieg der Werkself gegen den Rekordmeister erinnern: Im Mai letzten Jahres gewann Bayer 04 zuhause durch Tore von Brandt und Hakan Calhanoglu 2:0. Der letzte Erfolg in München liegt indes rund vier Jahre zurück.

Gegen RB Leipzig gibt es noch keine entsprechenden Erfahrungswerte. Es ist logischerweise das erste Kräftemessen in der Bundesliga mit dem Aufsteiger, der noch ungeschlagen ist. "So eine Woche hat natürlich immer das Potenzial, richtig etwas zu bewegen", sagt Schmidt. "Das haben wir vor." Entwarnung gibt es bei Charles Aránguiz. Der inzwischen vorzeitig von seiner Länderspielreise angeschlagen zurückgekehrte Chilene hat keine strukturelle Muskelverletzung erlitten, sondern lediglich eine Verhärtung im Oberschenkel. Ob er am Freitag spielen kann, ist dennoch offen.

Quelle: RP
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