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Bayer Leverkusen
Bayers offene Rechnung mit Werder Bremen

Bayer 04 Leverkusen hat eine offene Rechnung mit Werder Bremen
In der vergangenen Saison verlor Leverkusen in der Liga 1:4 gegen Bremen. FOTO: dpa, fg jai
Leverkusen. Die Länderspielpause ist vorbei. Am Samstag geht es mit dem Auswärtsspiel in Bremen weiter. Bayer 04 ist gewarnt: Werder erwies sich zuletzt als ziemlich unangenehmer Gegner - in der Liga und im DFB-Pokal. Von Dorian Audersch

An die vergangenen beiden Partien gegen Werder Bremen erinnert man sich unter dem Bayer-Kreuz nur ungern. In der Rückrunde der zurückliegenden Saison verlor die Werkself 1:4 in der BayArena. Noch bitterer war indes die 1:3-Heimpleite im Viertelfinale des DFB-Pokals. Die beiden Niederlagen fielen in eine heikle Zeit. Die Mannschaft von Trainer Roger Schmidt verlor in der Liga drei Spiele in Folge gegen Dortmund, Mainz und eben Bremen. Das anschließende 0:2 gegen den spanischen Erstligisten Villarreal läutete zudem das Aus in der Europa-League ein. Neben dem Platz sorgte Schmidt für weitere negative Schlagzeilen: Im Spiel gegen Dortmund weigerte er sich, der Anweisung von Schiedsrichter Felix Zwayer folge zu leisten - und kassierte bekanntermaßen eine Sperre von fünf Spielen, davon zwei "auf Bewährung". Es waren turbulente Zeiten.

Mit Blick auf das Spiel in Bremen morgen (18.30 Uhr) sind die Vorzeichen komplett anders: die Werkself kommt nach dem 2:0-Sieg gegen Dortmund mit Rückenwind an die Weser. Die kritischen Wochen in Februar und März hakt Schmidt als "schwierige Phase" ab - und macht eine klare Ansage: "Jetzt ist eine andere Phase."

Von offenen Rechnungen mit Werder Bremen will er daher nichts wissen. Die beiden Siege der Bremer seien damals "verdient" gewesen. Eine Revanche wäre dennoch wichtig: "Wir sind nach dem sehr guten Spiel gegen Borussia Dortmund in einer Situation, den Anschluss nach oben wieder hergestellt zu haben. Jetzt ist wichtig, dass wir nachlegen." Um den Aufwärtstrend zu stabilisieren, sei ein Auswärtssieg notwendig. "Wir wollen weiterhin oben dabei sein", betont Schmidt.

Dass es keine einfache Aufgabe wird, ist dem Trainer klar. Es sei immer schwierig, in Bremen zu spielen, sagt er. "Das Publikum steht bedingungslos hinter der Mannschaft und durch den Trainerwechsel ist neue Energie in die Mannschaft gekommen." Interimstrainer Alexander Nouri ist nach vier Punkten aus drei Spielen zum Bremer Cheftrainer avanciert. Ihm zur Seite steht nun Markus Feldhoff - ein alter Bekannter in Leverkusen. Von 1995 bis 1998 spielte er für die Werkself.

"Wir haben in den vergangenen drei Spielen gezeigt, dass wir zur Konstanz auf hohem Niveau zurückkehren. Das ist, was wir uns vor der Saison vorgenommen haben. Unser Anspruch ist, dass wir auf diesem Niveau weitermachen - trotz der kurzen Vorbereitungszeit."

Besondere Hoffnungen setzt Schmidt auf seinen Stürmerstar Chicharito. Sieben Tore in acht Pflichtspielen stehen in dieser Spielzeit bisher in der Bilanz des Mexikaners. In der Länderspielpause war er nicht für sein Heimatland im Einsatz. Stattdessen gab es Sonderurlaub für den 28-Jährigen. Diesen nutzte er unter anderem für einen Spanienaufenthalt - nach einer schwierigen Woche Ende September, in der seine Lebensgefährtin Lucia Villalon mit einem kollabierten Lungenflügel ins Krankenhaus eingeliefert werden musste.

"Wir haben die Zeit genutzt, damit er den Kopf frei kriegen, sich erholen und durchschnaufen kann", sagt Schmidt. Die positive Wirkung sei Chicharito anzumerken: "Er kam energiegeladen zurück und hat super trainiert." Die Pause kam nicht ungelegen. Gerade für Südamerikaner seien die Länderspielreisen immer eine besondere Belastung. Der Chilene Charles Aránguiz ist gestern in Leverkusen angekommen und wird heute zur Mannschaft stoßen - so auch der Brasilianer Wendell.

Auch wenn die letzten beiden Heimspiele gegen Bremen verloren gingen, und Bayers Bilanz mit nur 21 Siegen aus insgesamt 83 Spielen eher trist ist, gibt es ein Ergebnis, das Mut macht: Die letzte Partie im Weserstadion konnte Bayer 04 klar für sich entscheiden. Admir Mehmedi, Julian Brandt und Kevin Kampl erzielten im September 2015 die Tore beim 3:0-Sieg - drei Akteure also, die auch morgen fit und einsatzbereit wären.

Quelle: RP
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