1. Bundesliga 16/17
| 12.26 Uhr

"Weihnachtsüberraschung" angekündigt
Verlängert Guardiola? Rummenigges Lächeln lässt Bayern hoffen

FC Bayern München: "Weihnachtsüberraschung" bei Pep Guardiola
Als Karl-Heinz Rummenigge eine "Weihnachtsüberraschung" in Sachen Pep Guardiola ankündigte, konnte sich der Bayern-Boss ein Lächeln nicht verkneifen. FOTO: Screenshot Sky
Düsseldorf. Nach der Gala gegen Stuttgart bewegte Bayern München erneut die Frage: Was macht Pep Guardiola? Karl-Heinz Rummenigge hofft auf eine "Weihnachtsüberraschung".

Der Weihnachtsmann, hat Uli Hoeneß mal gesagt, ist nicht der Osterhase. Aber dieser Weihnachtsmann soll Bayern München und all seinen Fans zumindest in diesem Jahr zu Heiligabend ein Überraschungs-Ei präsentieren – in Form einer Vertragsverlängerung mit Pep Guardiola.

"Das Gespräch mit Pep Guardiola findet nach dem letzten Spieltag der Hinrunde statt", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge am Samstag nach dem locker-lässigen 4:0 (4:0) gegen den VfB Stuttgart über den Poker mit dem Coach. Lachend fügte er an: "Dann gibt es eine Weihnachtsüberraschung – so oder so." Sein Lächeln lässt dabei vermuten, dass Rummenigge bereits eine Vorahnung haben könnte, wie der Vertragspoker ausgeht.

Fotos: Neuer und Freundin Nina bei Operngala in Berlin FOTO: dpa, car pil

So – das könnte derzeit heißen: Guardiola (Vertrag bis 2016) bleibt bis 2018. Nach zwei nicht ganz einfachen Jahren mit "nur" drei großen Titeln scheint der 44-Jährige endlich angekommen zu sein. Doch noch ziert er sich, das Überraschungs-Ei zu öffnen. "Nächste Frage bitte, nächste Frage", sagte er am Samstag mit abwehrender Geste über seine Zukunft.

Dass Guardiolas Bruder Pere und sein Berater Josep Maria Orobitg zuletzt in München weilten, dass der Aufsichtsrat des FC Bayern am Montag zusammenkommt – all das lässt derzeit nur auf Vorgeplänkel deuten. "Ich habe ihm gesagt, ich möchte ihn erst nach der Hinrunde sprechen, weil wir uns voll auf diese Hinrunde konzentrieren wollen. Wir haben noch wichtige Spiele vor uns", sagte Rummenigge.

"Ich bin entspannt, der Trainer ist entspannt"

Fotos: Badstuber bei Comeback begeistert empfangen FOTO: dpa, kne nic

Die heiße Phase des Pokers mit dem Trainer – sofern überhaupt einer nötig ist – beginnt folglich am 19. Dezember, nach dem Gastspiel des Rekordmeisters bei Hannover 96. "Ich bin entspannt, der Trainer ist entspannt", sagte Rummenigge über eine etwaige Tendenz.

Die jüngsten Wochen mit der neuerlichen Gala gegen bedauernswerte Schwaben als vorläufigem Höhepunkt wertete Rummenigge als beste Werbung für den FC Bayern. "Das, was die Mannschaft hier Woche für Woche abliefert – mehr Argumente braucht man nicht", sagte Rummenigge. Diese Mannschaft hatte sich ja kürzlich über Sprachrohr Philipp Lahm bei Guardiola für eine längerfristige Zusammenarbeit ausgesprochen.

Von Guardiola gab es am Samstag kein Zeichen. Nach Spielende umarmte er seine Assistenten, winkte kurz seiner Familie auf der Tribüne zu – und verschwand. Er hinterließ ein großes Lob für seine gierigen Spieler, die auch in englischen Wochen immer wieder "diese Mentalität, diese Aggressivität" zeigten. Er hoffe, die Star-Truppe könne das bis zum Ende durchziehen, ergänzte er, denn: "Wenn wir nicht das Triple gewinnen, ist es eine schlechte Saison. Ich weiß, wo ich bin, das ist wie in Barcelona. Wir müssen gewinnen, gewinnen, gewinnen..."

Am Samstag bescherten Tore von Arjen Robben (11.), Douglas Costa (18.), Robert Lewandowski (37.) und Thomas Müller (40.) dem FC Nimmersatt den nächsten Bundesliga-Rekord: 34 Punkte nach zwölf Spielen (zuvor: 33/FC Bayern 1980/81). Die Bayern feierten überdies das Comeback von Holger Badstuber nach 200 Tagen Verletzungspause.

"Ganz oder gar nicht"

Dass Schiedsrichter Bastian Dankert bei zwei der vier Treffer eine Abseitsstellung übersah, wollte nicht einmal der VfB groß thematisieren. Trainer Alexander Zorniger beschwerte sich nach seiner höchsten Bundesliga-Pleite vielmehr darüber, dass sein Team den radikalen Pressing-Plan nicht konsequent durchzog. "Wir wollten viel direkter, viel aggressiver anlaufen. Entweder du spielst es ganz, oder eben gar nicht", sagte er.

"Wir haben vielleicht zu viel gewollt", sagte Kapitän Christian Gentner, Youngster Timo Werner drückte sich weniger diplomatisch aus: "Wir haben genau das gespielt, was die wollten. Wir standen einfach zu hoch und sind denen ins offene Messer gelaufen." 27 Gegentore nach zwölf Spielen bedeuten Vereinsrekord. Das letzte Wort hatte dazu Guardiola. "Ich mag Gegner mit dieser Mentalität. Ich bin sicher: Stuttgart bleibt in der Bundesliga." Und er?

(seeg/sid)
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