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Fortuna Düsseldorf
Bellinghausen begrüßt Fortunas Weg

Axel Bellinghausen begrüßt den Weg von Fortuna Düsseldorf
Axel Bellinghausen (r.) im gestrigen Vormittagstraining gegen den 14 Jahre jüngeren Justin Kinjo. FOTO: Falk Janning
Düsseldorf. Durch Verletzungen und Länderspiel-Berufungen findet das Training des Fußball-Zweitligisten in knapper Besetzung statt. Den Nachwuchsspielern verschafft das noch mehr Gelegenheiten für Bewährungsproben. Von Matthias Goergens

Die Anwesenheitsliste hat Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel in diesen Tagen schnell abgehakt. Gerade 13 Feldspieler und drei Torhüter gingen gestern Vormittag mit voller Kraft ihrem Job beim Zweitligisten nach. Die verletzten Christian Gartner und Oliver Fink drehten ausdauernd ihre Runden um die vier Fußballplätze an der Düsseldorfer Arena. Fünf weitere Spieler fehlten verletzt, und die knappe Besetzung wird sich auch in der zweiwöchigen Länderspielpause kaum ändern. Lediglich Lukas Schmitz werde im Laufe der Woche wieder voll einsteigen, sagt Funkel. Bei allen anderen, also auch bei Fink oder Marcel Sobottka, reiche es "Stand heute nicht für einen Einsatz gegen den FC St. Pauli". Funkel muss also weiter damit auskommen, was er hat.

Und das ist nicht viel, weil zusätzlich noch fünf Fortunen mit ihren Nationalteams unterwegs sind. Darunter einer zum ersten Mal überhaupt: Anderson Lucoqui wurde ins deutsche U20-Aufgebot berufen. Ganz zur Freude von Routiniers wie Axel Bellinghausen: "Das ist doch sensationell. Der Junge kommt aus der A-Jugend, macht ein paar Spiele in der Regionalliga, wird bei uns eingewechselt und darf sich jetzt freuen, den Adler auf der Brust tragen zu dürfen." Für Bellinghausen - mit 33 Jahren Mitglied in Fortunas Methusalem-Gruppe - ist Lucoquis nächster Karriereschritt auch eine Bestätigung des neuen Fortuna-Weges, auf junge Kräfte zu setzen: "Es ist ja nicht nur aus der Not geboren, sondern war so angekündigt."

Wenn dann ein Team wie gegen Dynamo Dresden mit überraschend jungem Durchschnittsalter aufgeboten wird, fördere das die Glaubwürdigkeit. "Das ist ein super Weg, den die Fortuna eingeschlagen hat. Wir leben es als Team vor, aber es ist schön, dass es vom ganzen Verein getragen und von den Zuschauern anerkannt wird." Wobei allen bewusst sei, dass es kein leichter Weg ist und den einen oder anderen Rückschlag geben kann. So wie jenes 0:3 am vergangenen Freitag gegen Dresden eben, bei dem Axel Bellinghausen wegen seiner fünften gelben Karte gesperrt war. "Das war schon bitter. Da hast du dich noch nicht hingesetzt, da steht es 0:1." Die Niederlage sei am Ende schon ärgerlich gewesen, "aber wir haben das gut und richtig eingeordnet".

Jetzt gelte die Konzentration der Vorbereitung auf das Spiel gegen den FC St. Pauli am 20. November, "wenn auch noch im kleineren Kreis". Wobei das für das junge Personal wohl nicht das Schlechteste sein dürfte, von der vollen Aufmerksamkeit der Trainer zu profitieren. Damit der neue Fortuna-Weg auch weiter beschritten werden kann. Bei aller nötigen Selbstkritik, sagt Bellinghausen: "Keiner von uns hat einen verklärten Blick. Es waren Dinge dabei, die nicht so doll waren, andere dafür besser." Natürlich wolle man sich bei der Fortuna auch "nicht in die Tasche lügen". Die bisher erzielten Punkte machten es einfacher, auf jüngere Spieler zu setzen.

Ob aus der Not geboren oder auch gewollt: In Zeiten der knappen personellen Besetzung kommen die Bewährungsproben für den Nachwuchs so schnell, wie man bei der Fortuna gerade eine Anwesenheitsliste abhaken kann.

Quelle: RP
 
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