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| 07.22 Uhr

Fortuna Düsseldorf
Fink führt Fortuna in die neue Saison

Das ist Oliver Fink
Das ist Oliver Fink FOTO: dpa, Daniel Karmann
Düsseldorf. Die Düsseldorfer erwarten am Montag Mitfavorit Eintracht Braunschweig in der Esprit Arena. Oliver Fink wird die Fortuna als Kapitän aufs Feld führen. Von Thomas Schulze

Oliver Fink mit Philipp Lahm zu vergleichen, ist natürlich sehr gewagt. Der 34 Jahre alte Mittelfeldspieler von Fortuna Düsseldorf hat es gerade mal auf 26 Bundesligaeinsätze gebracht, der 33 Jahre alte Münchner hat in seiner Karriere, die er nun als Fußballer des Jahres beendet hat, nahezu alles gewonnen. Doch gibt es Experten, die den Vergleich an einem Punkt wagen: beim Tackling. Es ist Finks vielleicht größte Stärke, im Laufduell herunterzugehen, dem Gegner den Ball weg zu spitzeln und im Aufstehen die Gegenaktion einzuleiten. "Ich hatte in der B-Jugend einen Trainer, bei dem wir das gelernt haben, wenn es in Strömen geregnet hat und der Rasen richtig glitschig war", erzählt er schmunzelnd.

Seitdem sind einige Jahre vergangen und Oliver Fink hat es nicht nur zu einem gestandenen Profi gebracht, sondern er ist derjenige Aktive mit den meisten Zweitligaspielen. Wenn er am Montag (20.30 Uhr/Live-Ticker) Fortuna Düsseldorf gegen Eintracht Braunschweig als Kapitän aufs Feld führt, wird er sein 262. Spiel in dieser Liga bestreiten. Doch damit ist er von Rekordmann Willi Landgraf, der es auf 508 Einsätze brachte, noch ein gutes Stück entfernt.

Seit sieben Jahren ist Fink in Düsseldorf, und wie immer vor einer neuen Saison herrscht Zuversicht. "Wir sind in dieser Saison gut aufgestellt", sagt er. "Wir haben viel angeschoben und uns gut verstärkt, gerade in der Offensive." Das war auch dringend notwendig, denn die Mannschaft hatte in der vergangenen Saison mit 37 Toren in 34 Spielen den viertschlechtesten Angriff der Liga. "Wenn wir ein paar Tore mehr schießen würden, wäre das sicherlich hilfreich, um besser abzuschneiden."

Das ist das Ziel eines jeden Vereins, wobei Fortunas Vorstandsvorsitzender Schäfer wenig bescheiden die Messlatte ziemlich hoch gelegt hat. Das Ziel sei Platz eins bis sechs - ziemlich ambitioniert für einen Verein, der in der vergangenen Saison am vorletzten Spieltag den Klassenerhalt perfekt gemacht hat und Elfter wurde. Schließlich wurden nicht Ronaldo oder Lewandowski für die Offensive verpflichtet, sondern Havard Nielsen aus Freiburg und Emir Kujovic aus Gent. Zudem kamen die Mittelfeldspieler Niko Gießelmann (Fürth), Davor Lovren (Zagreb) und Florian Neuhaus (Mönchengladbach).

"Die Neuen brauchen noch etwas Zeit"

"Die Neuen brauchen noch etwas Zeit", sagt Trainer Friedhelm Funkel, der vor überzogenen Ansprüchen warnt und eine Prognose erst am 1. September abgeben wird, wenn alle Kader feststehen und keine Transfers mehr möglich sind. "Wir haben gute Spieler verpflichtet, die aber in der vergangenen Saison keinen Rhythmus gehabt haben. Da brauchen wir Geduld." So dürften heute in der Startelf in Gießelmann und Nielsen höchstens zwei Neue stehen.

Eintracht Braunschweig zählt natürlich zum Favoritenkreis. Allerdings haben Zweitligisten, die in der Bundesliga-Relegation gescheitert waren, in den vergangenen Jahren nicht an die Leistungen anknüpfen können: Bei Bochum, Kaiserslautern, Fürth, Karlsruhe und Nürnberg ging es anschließend abwärts. Dass es den Braunschweigern nun ähnlich ergeht, damit rechnet Funkel nicht. "Die Eintracht hat eine sehr gute Mannschaft, die sehr flexibel ist", sagt er respektvoll. "Wir werden eine gute Mannschaftsleistung benötigen, um zu punkten. Das wird ein sehr, sehr interessantes Spiel."

Da befinden sich der Trainer und Kapitän auf einer Wellenlänge. "Braunschweig wird oben mitspielen", sagt Oliver Fink, der sich der landläufigen Meinung anschließt, dass es in der zweiten Liga ganz eng zugehen wird. "Deshalb ist die Liga so attraktiv, weil wir viele Überraschungen erleben werden." Sein Ziel ist es, dass er mit Fortuna für eine positive sorgen wird. Er hätte sicherlich überhaupt nichts dagegen, wenn sein 295. Zweitligaspiel sein letztes wäre und noch ein paar Bundesligaspiele hinzu kämen.

Quelle: RP
 
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