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Vorwürfe gegen Fußballer
Griezmann entschuldigt sich für "Blackface"-Kostüm

Madrid. Atlético Madrids Star-Stürmer Antoine Griezmann hat mit einem Kostüm für Aufsehen gesorgt: Für eine Party verkleidete er sich als schwarzer Basketballer - inklusive dunkler Schminke und Afrofrisur. Auf Twitter musste er sich später für seinen Einfall entschuldigen.

Auf Twitter hatte der 26-Jährige ein Foto gepostet, das ihn in einem fiktiven Trikot der NBA-All-Stars zeigt. Alle sichtbaren Körperteile waren mit dunkler Schminke gefärbt. Griezmann wollte in dem Aufzug zu einer 80er-Jahre-Party. Nach wenigen Stunden löschte Griezmann das Bild jedoch und bat um Entschuldigung für die "peinlichen" Posts.

Nach Informationen der französischen Zeitung "Le Monde" hatte er davor noch versucht, das Kostüm zu rechtfertigen: "Ruhig Freunde, ich bin Fan der Harlem Globetrotters und dieser schönen Epoche... Das ist eine Hommage", hatte der 26-Jährige demnach geschrieben. Auch dieser Post war am Montagmorgen nicht mehr auf Twitter zu finden.

Mittlerweile hat der Stürmer um Verzeihung für die Aktion gebeten. "Wenn ich bestimmte Personen verletzt habe, entschuldige ich mich dafür", twitterte er am Sonntagabend. Er verstehe nun, dass es "unglücklich" gewesen sei, sich zu verkleiden.

Das sogenannte Blackfacing - das Dunkelschminken weißer Personen zur Darstellung Schwarzer - wird häufig als rassistisch betrachtet. Vor allem in den USA, wo früher weiße Schauspieler stereotype Figuren von Schwarzen darstellten, um ein weißes Publikum zu belustigen, ist die Praxis verpönt.

Auch in Deutschland hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Kritik an dieser Praxis gegeben - etwa an der Darstellung kolonialer Stereotype von Afrikanern im Karneval. ARD-Moderator Guido Cantz wurde im Herbst vergangenen Jahres Rassismus vorgeworfen, nachdem er in seiner Sendung "Verstehen Sie Spaß" als Schwarzer aufgetreten war.

(tsp/dpa)
 
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