2. Bundesliga 16/17 2. Bundesliga
| 10.16 Uhr

"Keine Experimente"
Ehrenpräsident Staudt rät VfB Stuttgart zu Favre

Fotos: Favre – akribischer Arbeiter und Ex-Gladbach-Trainer
Fotos: Favre – akribischer Arbeiter und Ex-Gladbach-Trainer FOTO: AP
Stuttgart. Ehrenpräsident Erwin Staudt warnt den dauerkriselnden VfB Stuttgart bei der Trainersuche vor weiteren Experimenten und rät dem Bundesligisten zu einer Verpflichtung von Lucien Favre.

Er könne sich den früheren Gladbach-Coach "sehr gut vorstellen" beim VfB, sagte Staudt der "Stuttgarter Zeitung", und nannte auch den ehemaligen Hoffenheimer Markus Gisdol als sehr gute Option. Aufgrund der ernsten Lage mit Platz 16 in der Liga "brauchen wir jetzt keine Experimente, sondern eine klare Linie", forderte Staudt weiter.

Jürgen Kramny, der die Mannschaft am Sonntag bei Borussia Dortmund als Nachfolger des entlassenen Alexander Zorniger betreuen wird, ist aus Staudts Sicht nur eine Übergangslösung: "Ich denke, dass Jürgen Kramny bei der zweiten Mannschaft bleiben wird. Jetzt springt er in Dortmund ein und wird sicher versuchen, das Beste aus dieser Situation zu machen."

Fotos: Kramny leitet erstmals Training des VfB Stuttgart FOTO: dpa, mut vfd

Staudt (67) plädierte dafür, stattdessen "so schnell wie möglich" einen erfahrenen Coach zu verpflichten. "Meiner Meinung nach muss das eine überzeugende Persönlichkeit aus der Bundesliga sein, denn die Aufgabe ist nicht einfach. Der neue Mann muss das Team auch schon auf die Rückrunde vorbereiten. Dann geht es für den VfB um die Wurst", sagte Staudt, der dem VfB von 2003 bis 2011 als Präsident vorstand.

Den Rauswurf Zornigers nannte Staudt "nachvollziehbar" - vor allem aufgrund der Eindrücke beim 0:4 gegen den FC Augsburg. Dieses sei "ein absoluter Tiefpunkt" für ihn gewesen, "seit ich den VfB verfolge - und das mache ich ja schon seit vielen Jahren". Sportvorstand Robin Dutt, der Zorniger geholt hatte, wollte Staudt dagegen nicht in die Verantwortung nehmen. "Leuten in solchen Positionen muss man ein paar Schüsse frei geben. Man muss ihnen zubilligen, dass sie sich auch mal irren können", sagte er.

(areh/sid)
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