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Handball-Bundesliga
THW Kiel bekommt Konkurrenz

Kiel gewinnt gegen Flensburg
Kiel gewinnt gegen Flensburg FOTO: dpa, dm lre
Düsseldorf. Der THW Kiel! So lautete zuletzt die Antwort auf die Frage, wer deutscher Handballmeister wird. In diesem Jahr, in dem die Bundesliga in ihre 50. Saison startet, sieht es anders aus.

Zwar haben die Kieler, zehnmal Champion in den vergangenen elf Jahren, noch immer eine starke erste Sieben, doch die Alternativen sind nach dem Weggang von Filip Jicha (Barcelona) und Aron Palmarsson (Veszprem) nicht mehr so leistungsstark. Dies könnte, mit Blick auf eine lange und kräftezehrende Saison, zum Problem werden.

Den Rhein-Neckar Löwen, vor allem aber der SG Flensburg-Handewitt traut man zu, den Rekordmeister abzulösen. "Wir haben uns tatsächlich so verstärkt, dass der Druck auf mich erhöht wird", sagt Ljubomir Vranjes. Petar Djordjic, Kentin Mahé, Henrik Toft Hansen (alle Hamburg) und Rasmus Lauge (Kiel) sind neu im Team des schwedischen Cheftrainers, der sich beim Fotoshooting im dreckbespritzten Blaumann ablichten ließ. Die Botschaft: Wir packen an und sind bereit.

Daran ändert auch das 26:27 am Mittwoch im Supercupspiel gegen die Kieler nichts. Der Nordrivale hat als Toptransfer lediglich Weltklasse-Torhüter Niklas Landin (Rhein-Neckar) zu bieten. Erlend Marmelund ist eine Ergänzung, nicht aber ein gleichwertiger Ersatz für Jicha.

Als 1965 die damals zweigeteilte Bundesliga laufen lernte, wurde schon mal in einer Tennishalle ohne Umkleidekabine und Anzeigetafel gespielt, ersetzten bis ans Spielfeld reichende Stuhlreihen die Tribünen. Im Norden dauerten die Partien bereits 60 Minuten. Woanders mussten aber auch schon mal 30 Minuten reichen.

Erster Meister war der VfL Gummersbach. Der Sieger der Nordgruppe schlug den Süd-Ersten TV Hochdorf mit 23:7. Gespielt wurde in der Dortmunder Westfalenhalle, die zum Handball-Tempel werden sollte. "Wenn wir die Treppe hinauf zum Spielfeld gingen, sahen wir erst mal nichts", erinnert sich Heiner Brand. Damals durfte in den Hallen noch geraucht werden. Morgen spielt Gummersbach wieder einmal in der Westfalenhalle - gegen Kiel, das die Rolle des VfL Gummersbach der 1960er und 70er-Jahre übernommen hat.

(cze)
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