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New York
US-Open: Zverev scheidet chancenlos aus

New York. Alexander Zverev bot ein Bild des Jammers. Unruhig wanderte sein Blick nach seinem Zweitrunden-Aus (4:6, 4:6, 7:5, 2:6) hin und her, während er versuchte, seine Enttäuschung in Worte zu fassen. "Ich hatte keine Ahnung, was ich überhaupt auf dem Platz mache," sagte Zverev.

Gegen den Briten Daniel Evans war Deutschlands größte Tennishoffnung weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der hochbegabte und hochgejubelte Hamburger wirkte wie ein Juniorenspieler, der sich von jeder Kleinigkeit aus dem Konzept bringen lässt. "Mit dem Wetter hat alles angefangen", greinte der 19-Jährige. Stundenlang hatte es in New York geregnet, der Beginn des Matches verzögerte sich immer weiter. Erst 20 Minuten vor dem ersten Aufschlag hätten die Organisatoren mitgeteilt, wo gespielt werde, "wir wurden rumgeschickt wie Flummis", kritisierte Zverev und traf letztlich doch den Kern der Sache: "Ich habe einfach schlecht gespielt".

Mit Zverev ist der letzte von einst acht deutschen Herren ausgeschieden. Ein Debakel. Damit steht beim vierten und letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres nur das Damen-Trio Angelique Kerber, Carina Witthöft und Laura Siegemund in der dritten Runde. Siegemund siegte in der Nacht auf Freitag gegen Lokalmatadorin Nicole Gibbs in zwei Sätzen 6:3, 7:5. Die Bonnerin Annika Beck unterlag dagegen der Russin und Wimbledon-Halbfinalistin Jelena Wesnina 2:6, 1:6. Kerber und Witthöft kämpften heute Nacht um den Einzug in das Achtelfinale. Siegemund bekommt es heute mit der früheren Weltranglisten-Ersten Venus Williams zu tun.

(dpa/sid)
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