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Der Autoherbst ist bunt
Den Kleinwagenmarkt wollen gleich zwei Modelle mit Macht aufmischen. Opel bringt seinen Lifestyle-Flitzer Adam an den Start, der mit bunt-schräger Optik und unzähligen Design-Optionen vor allem junge Stadtbewohner locken soll. Als Hauptkonkurrenten haben die Rüsselsheimer den Fiat 500 und den etwas größeren Mini ausgemacht. Und auch der Citroën DS3 zählt zur Konkurrenz; der Franzose legt im Herbst mit einer Cabrioversion jedoch erst einmal vor. Die zweite wichtige Premiere im Segment ist der Renault Clio, der in seiner Neuauflage mit dynamischem Design und modernster Bordelektronik inklusive Online-Zugang bei der jungen Zielgruppe punkten will. Darüber hinaus sollen ein besseres Platzangebot und zivile Preise auch den sich weniger hip fühlenden Kleinwagenfahrer locken. Von Holger Holzer

Besonderes Augenmerk gilt im Herbst der Kompaktklasse. Wichtigstes Modell des Jahres ist der VW-Golf – zumindest wenn es nach Absatzpotenzial geht. Europas Bestseller geht in die siebte Runde und will seine Spitzenposition mit vollkommen neuer Technik, nochmals aufgewertetem Innenraum, moderner Bordelektronik und neuen Sprit-spartechniken halten. Äußerlich ist hingegen Kontinuität angesagt – beim Design bleibt Nummer sieben dem bekannten Stil treu. Flankiert wird der Wolfsburger von seinem spanischen Schwestermodell Seat Leon, der auf gleicher technischer Basis steht, aber äußerlich deutlich sportlicher auftritt.

Bei den Mittelklasse- und Businesslimousinen gibt es ebenfalls Neues. Ford setzt mit dem aggressiv gestylten Mondeo eine aufregende Duftmarke. Zunächst gibt es die Limousine, die in der Länge auf 4,87 Meter zulegt und so bereits an der oberen Mittelklasse kratzt. Technik-Highlights wie Allradantrieb, Plug-in-Hybrid und ein automatischer Einparkhelfer stehen für ein neues Selbstbewusstsein.

Die Konkurrenz schläft jedoch nicht: Mazda präsentiert mit dem neuen Mazda 6 seinen Entwurf einer zeitgemäß dynamischen Mittelklasselimousine und setzt statt auf Elektrisierung auf Optimierung konventioneller Motorentechnik. Eine Klasse höher überträgt Mercedes das erfolgreiche Designkonzept der Limousine CLS auf ein neues Modell; der Shooting Brake soll das Raumangebot eines Kombis mit der Schönheit eines Coupés vereinen. Für automobile Feinschmecker wird zeitgleich eine AMG-Version aufgelegt, die es auf bis zu 410 kW/557 PS bringt und 128.639 Euro kostet.

Der Trend zu Coupé-Anklängen ist aber nicht nur bei Limousinen zu finden. Mini adaptiert ihn nun auf sein kleines SUV Countryman und nennt das Ganze dann Paceman. Der Dreitürer sieht schicker aus, kann beim Platzangebot aber mit dem großen Bruder nicht mithalten. Technik und Motoren sind jedoch identisch. Vergleichsweise konventionell versucht hingegen Peugeot, einen Fuß in die Tür des SUV-Markts zu bekommen. Der 2008 ist eine Art höher gelegter 208 und ersetzt den bisher in der Kleinwagenbaureihe angebotenen Kombi. Wer das Platzangebot eines SUVs schätzt, aber auf die bullige Optik verzichten kann, findet zudem im neuen Kompakt-Van Kia Carens eine mögliche Option. Gegenüber dem unansehnlichen Vorgänger setzt die neue Generation des Koreaners auf dynamisch-gefälliges Design.

Jaguar zeigt auf dem Pariser Autosalon die Serienversion des F-Type. Der kleine Sportwagen soll den legendären E-Type beerben und kommt den Herstellerangaben nach Mitte 2013 zunächst als Roadster in den Handel. Dass die Briten später noch ein Coupé nachreichen, gilt als sehr wahrscheinlich. Einen Vorgeschmack auf die geschlossene Variante hatte Jaguar 2011 mit der IAA-Studie C-X16 gegeben. Der Roadster hatte seinen ersten öffentlichen Auftritt in diesem Juni beim Goodwood Festival of Speed - dort allerdings nur im Tarnkleid.

War die Studie C-X16 noch mit einem Hybridantrieb bestückt, startet der F-Type ausschließlich mit Benzinmotoren. Kunden werden die Wahl zwischen einem neuen V6-Kompressor mit 3,0 Liter- Hubraum in zwei Leistungsstufen mit 250 kW/340 PS und 280 kW/380 PS sowie dem bekannten 5,0-Liter-V8 haben. Für die Topmotorisierung macht Jaguar noch keine Leistungsangaben. Gleiches gilt für Verbrauch und Fahrleistung. Nur soviel verriet Markenchef Adrian Hallmark vorab: Mindestens eine Variante des F-Type soll in weniger als fünf Sekunden auf 100 km/h beschleunigen und mehr als 300 km/h schnell sein. Jaguar will mit dem F-Type ein Angebot unterhalb des mindestens 91 200 Euro teuren XK schaffen. Das neue Modell positioniert der Hersteller auf dem Markt gegen Fahrzeuge wie den Porsche Boxster, BMW Z4 und Mercedes SLK. sp-x/tmn

Quelle: RP
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