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Duisburg/Essen
Städte wehren sich gegen Auftritt eines Predigers

Duisburg/Essen. Die geplanten Reden eines mutmaßlich islamistischen Predigers in Essen und Duisburg sind auf heftigen Widerstand der Politik gestoßen. Der Auftritt des "belgischen Islamistenpredigers" Tarik Chadlioui in einer Moschee im Stadtteil Steele sei "unerwünscht", erklärte der Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen (CDU). Nach Absprache mit den in der Kommission "Islam und Moscheen" organisierten Muslimen in Essen lud die Moschee den Mann aus und erteilte ein Hausverbot.

"Rassismus, Antisemitismus, Islamismus und Gewalt haben in unserer Stadt keinen Platz", erklärte Kufen weiter. Der Salafismus belaste das "Integrationsklima" in der Stadt. Auch in einer Moschee in Duisburg-Marxloh hatte Chadlioui, der unter dem Namen Tarik Ibn Ali bekannt ist, sprechen wollen. Der dortige Moscheeverein lud ihn Medienberichten zufolge aber wieder aus. Chadlioui steht im Verdacht, einen der Attentäter von Paris radikalisiert und aufgehetzt zu haben.

(epd)
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