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Dormagen
Wo Weihnachtsträume wahr werden

Dormagen: Wo Weihnachtsträume wahr werden
Künstlerinnen wie Merlijn van der Hoeven konnte dabei zugeschaut werden, wie die Werke aus unterschiedlichen Materialien entstehen. FOTO: Anja Tinter
Dormagen. Zum 38. Mal veranstaltete das Kreismuseum Zons seinen Adventsmarkt. 36 Kunsthandwerker boten ihre Werke an. Von Vo Vera Straub-Roeben

Wer dem alljährlichen Vorweihnachtsstress entfliehen und zwischen Kekse backen, Weihnachtsgedichte proben und Geschenke verpacken wollte, den zog es am Wochenende ins Kreismuseum Zons. Dort fand der inzwischen 38. Adventsmarkt statt mit beinahe ebenso vielen Ausstellern.

Bereits vor der Eröffnung drängten sich die Besucher dicht vor dem Eingang, sie konnten es kaum erwarten, durch das zauberhafte Sortiment zu stöbern. Rund 3000 taten das an beiden Tagen. Begrüßt wurden sie von Henning Ballmann, der vor dem Museum Weihnachtslieder auf seiner Orgel spielte. "Es ist schön zu erleben, wie viele Gedanken sich die Kunsthandwerker im Vorfeld machen, um den Besuchern ihre Werke liebevoll zu präsentieren", sagte Museumsleiterin Anna Karina Hahn. Zum Beispiel am Stand von Gudrun Schadt: Sie bot neben kreativen Lavendelsäckchen und - ganz neu und der letzte Schrei in England - Lavendeltierchen, die schon von weitem dufteten, "Bunte Verdienstkreuze" für Mütter, die toll kochen können, Reiter, denen ein Lob gebührt, und viele andere. Das Material dafür sammelt sie auf ihren vielen Reisen, unter anderem nach England. Gleich nebenan: Maike Schewe, die im dritten Jahr ihre selbstgenähten Taschen für beinahe alle Gelegenheiten anbot. Etwas filigraner wurde am Stand von Gillian Habenbacher gearbeitet. Die Wahl-Kaarsterin bemalt gläserne Weihnachtskugeln mit filigranen winterlichen Motiven. "Das ist seit 30 Jahren mein großes Hobby - seit 27 Jahren biete ich meine Kugeln hier beim Adventsmarkt an", erzählte sie. "Das ist meine kleine Welt, in der alles lacht."

Kunst oder Schmuck? Am Stand von Alke Anders Reeh fanden die Besucher wohl beides. Die Düsseldorfer Metalldesignerin stellte ihre hochwertigen Schmuckunikate nicht nur auf einem Tisch, sondern auch in gläsernen Vitrinen aus und weckte damit das Interesse. "Ich bekomme ein sehr positives Echo", sagte sie erfreut. "Eine gelungene Premiere für mich auf dem Adventsmarkt." Sie kenne das Museum seit vielen Jahren, habe schon bei der einen oder anderen Ausstellung mitgewirkt und war froh, dass ein Platz beim Adventsmarkt frei war.

Märchenhaft wurde es am Stand von Gertrud Mertens, die ihre selbst genähten Märchen-Wendepuppen anbot. Von Dornröschen über den Froschkönig, Heidi, Schneeweißchen und Rosenrot bis hin zur Weihnachtsgeschichte und Hänsel und Gretel - für beinahe jede Lieblingsgeschichte hat sie eine Puppe entworfen. "Das kam durch meine Enkel vor 37 Jahren. Sie haben sich immer um die Waldorfpüppchen gezankt, also musste ich mir etwas einfallen lassen." Inzwischen werden dank ihrer Puppen Märchen in Seniorenheimen für Demenzkranke, von Logopäden oder Therapeuten zum Leben erweckt, und das auf der ganzen Welt. "Meine Puppen sind auch schon in Neuseeland, Kanada oder Tokio", sagte Mertens.

Quelle: NGZ
 
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