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Bilk
Bilk-Olympioniken ohne Grenzen

Bilk. Stadtteilzentrum und Düssel-Buntu hatten zum Sportfest bei Sparta Bilk geladen. Von Nicole Esch

Die Kinder und Erwachsenen auf dem Sportplatz von Sparta Bilk haben beim Tauziehen sichtlich Spaß. "Auf dieser Seite sind mehr Leute!" - "Macht nichts. Wir sind eh stärker", necken sich die Kontrahenten. Laute Anfeuerungsrufe begleiten die beiden Teams, bis eines am Boden liegt.

Das Stadtteilzentrum Bilk hat zusammen mit Düssel-Buntu e.V. Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus allen Kulturkreisen zu einer Art "Olympischen Spielen" eingeladen. Vor den Wettkämpfen lernten sich die Teilnehmer aus Bilk und Ländern wie Syrien, Kamerun, Irak oder Afghanistan kennen. Das dient nicht nur dem Teamgeist, auch neue soziale Kontakte sollten so entstehen. Auf dem Programm standen außer dem Tauziehen Fußball, Wettläufe und Weitwurf. Der Stadtsportbund hatte zudem ein großes Trampolin aufgestellt, wo sich Mutige wie Lucrec, mit einem Gummiseil gesichert, an Salti versuchten. "Das war toll", befand sie.

Behraz Aslami hatte begeistert am Fußball-Turnier teilgenommen. Der Afghane geht in die internationale Klasse des Berufskollegs an der Bachstraße. Fußball gehört zu seinen Leidenschaften. Noch mehr liebt Aslami aber die Musik. "Ich habe heute meine Rap-Stunde extra abgesagt. Die hole ich aber nach." Bisher rappt er noch auf Persisch. Mit Deutsch will es der 16-Jährige aber auch noch probieren.

In einer Pause beeindruckte Artist Lawrence Otoo die Bilk-Olympioniken mit einer Showeinlage. Er tanzte unter einer brennenden Limbo-Stange durch. Nach dem Sport saßen die Teilnehmer zusammen, aßen und hörten Musik. Hira, die trotz ihres verletzten Knies am Weitwurf teilgenommen hatte, verteilte Getränke an den Tischen. "Die Atmosphäre hier ist einfach toll", fand die 13-Jährige.

Michael Klause, der erste Geschäftsführer von Sparta Bilk, hatte den Sportplatz gerne zur Verfügung gestellt. "Bei allem, was mit Kindern und Integration zu tun hat, helfen wir gerne", sagte der Schulhausmeister des Berufskollegs. "Ich finde, Sport verbindet. Da gibt es keine Grenzen oder Vorurteile. Davon können viele etwas lernen."

Die "Olympischen Spiele" in Bilk sollen im nächsten Jahr wiederholt werden, versprach Queen Drews, die Integrationsbeauftragte des Stadtteilzentrums Bilk.

Quelle: RP
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