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Msv Duisburg
Dausch hat noch Kontakt zu Union

Msv Duisburg: Dausch hat noch Kontakt zu Union
Martin Dausch (links) fühlt sich nach langer Verletzungspause gut. Der Mittelfeldspieler übt sich aber noch in Geduld. Bislang absolvierte er nur Kurzeinsätze. FOTO: Stephan Eickershoff
Fussball. MSV-Mittelfeldspieler Martin Dausch trifft im DFB-Pokal auf seinen alten Klub Union Berlin, hat aber mit dem Kapitel abgeschlossen. Für ihn gab es bisher Kurz-Arbeit nach Absprache. Von Thomas Tartemann

Martin Dausch, Mittelfeldspieler des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg, muss nicht lange überlegen. "Von meinem alten Klub Union Berlin kenne ich schon noch einige Spieler. Der Kontakt zu Sören Brandy ist nach wie vor da", sagt der 30-Jährige. Ob Offensivmann Brandy am Sonntag (15.30 Uhr) im Erstrunden-Pokalspiel in der Schauinsland-Reisen-Arena aufläuft, ist unklar. Den Blondschopf plagen Knieprobleme. Dausch: "Es wäre wohl eine Wunderheilung, wenn es für Sören bis zum Spiel gegen uns reicht."

Für "Dauschi" reichte es bisher nur zu Kurzeinsätzen in der 3. Liga. Nach langer Verletzungs-Leidenszeit hat der Routinier die Sommervorbereitung unbeschadet überstanden und fühlt sich gut. "Ich bin schmerzfrei", sagt er. Kein Zwicken, keine reduzierten Programme. Nur Kurzarbeit. "Das ist mit Trainer Ilia Gruev so kommuniziert", sagt der frühere Aalener, "ich war schließlich lange weg. Da muss man Geduld haben. Außerdem spielen die Jungs gut. Wir haben somit Zeit."

Dass sich Martin Dausch über einen Einsatz gegen seinen Ex-Verein freuen würde, versteht sich von selbst. Aber er stellt unmissverständlich klar: "Ich habe keine Rechnung mit Union offen. Das Kapitel ist komplett abgeschlossen. Ich freue mich auf das Spiel." Der neue Union-Trainer Jens Keller ist für "Dauschi" kein Unbekannter. "Wir hatten beim VfB Stuttgart miteinander zu tun. Ich kann mich an ein paar gute Gespräche mit ihm erinnern. Jens Keller ist ein cooler Typ", sagt der zweifache Familienvater. Dass Union im Vorjahr auf einem guten sechsten Tabellenplatz landete und auch diesmal zu den Mannschaften gezählt wird, die oben etwas bewegen können, überrascht nicht.

Dausch: "Union hat in den letzten Jahren ganz viel richtig gemacht, sie haben auch diesmal eine gute Mannschaft." Was im Umkehrschluss allerdings nicht bedeutet, dass der MSV die Segel automatisch streichen muss. "Im Pokal hat jeder eine Chance. Wenn wir auch am Sonntag so gut drauf sind wie in den letzten Wochen, warum sollte uns dann kein Sieg gelingen? Wir sollten nicht zu viel Respekt haben. Und verstecken müssen wir uns zuhause auch nicht."

Trainer Ilia Gruev hat sich die Köpenicker bei der knappen 1:2-Niederlage in Bochum angesehen, dazu das Livespiel gegen Dynamo Dresden (2:2) im TV verfolgt. "Union ist für mich eine der Top-Mannschaften. Allerdings sind sie nicht so nach Wunsch gestartet. Sie werden deswegen nicht mit ganz breiter Brust zu uns kommen", meint der 46-Jährige. Wie Pokal-Überraschungen funktionieren, weiß Gruev. Als Co-Trainer des 1. FC Kaiserslautern schaffte er es 2014 bis ins Halbfinale. Dort war mit einem 1:5 gegen den FC Bayern Endstation.

Quelle: RP
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