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Grevenbroich
Braunkohle-Strom als Ersatz für belgische Atomenergie?

Grevenbroich. Kann Braunkohle-Strom aus dem Rheinischen Revier dazu beitragen, dass in Belgien die anfälligen Kernkraftwerke Tihange und Doel abgeschaltet werden? Dies stellt sich Hans Christian Markert, MdL, vor. "Wir wollen, dass die Schrott-Reaktoren in Belgien abgeschaltet werden. Wenn wir das sagen, sollten wir Belgien eine Kompensation anbieten, einen Ersatz für den Atomstrom", sagt der Grünen-Politiker und Landtagskandidat.

In der Stadt und Region machen sich Menschen Sorgen über einen möglichen Unfall in den beiden Kraftwerken im Nachbarland. Grevenbroich hat 54.000 Jodtabletten eingelagert zum Schutz von Kindern und Schwangeren. Politiker fordern das Aus für die Anlagen. Das Szenario, das Markert entwickelt: "Im Revier wird bis mindestens 2045 Braunkohle abgebaut." Zudem werde der Bau eines Konverters geplant. "Viele meinen, dass mit Hilfe dieses Konverters - der möglichst nicht in Gohr stehen soll - Windkraftstrom von der Küste nach Süddeutschland befördert wird. Doch zunächst soll 15 Jahre lang Strom aus Braunkohle nach Baden-Württemberg transportiert werden", wo Atom-Kraftwerke abgeschaltet würden. Dieser Strom aus dem Rheinischen Revier könnte aber auch - im Rahmen eines europäischen Energieverbundes - nach Belgien fließen, "um den Ausstieg aus der Atomkraft in den beiden Anlagen zu erleichtern", so Markert. "Es ist besser, mit Braunkohle-Strom aus dem Rheinischen Revier Atomstrom in Belgien zu verhindern statt den Aufbau von neuen Windkraft-Anlagen in Süddeutschland."

(cso-)
 
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