| 08.23 Uhr

Glosse
Zlatan Ibrahimovic - einer für den KFC Uerdingen

Krefeld. Der KFC Uerdingen will in der kommenden Spielzeit unbedingt in die Regionalliga aufsteigen und sucht noch händeringend gutes Personal. Der Weltklasse-Stürmer Zlatan Ibrahimovic hat Paris St. Germain den Rücken gekehrt und will seine Karriere noch verlängern - jetzt buhlt sogar Viertligist Rot-Weiß Oberhausen um dessen Dienste. Warum also da nicht auch zum KFC Uerdingen? Wir nennen Gründe, warum er lieber nach Krefeld wechseln sollte als zu ErWeOh.

Wo Zlatan Ibrahimovic in der kommenden Saison spielt, ist noch nicht bekannt. Jetzt buhlt auch der deutsche Viertligist Rot-Weiß Oberhausen um die Dienste des schwedischen Superstars und veröffentlichte auf seiner Homepage eine kuriose Stellungnahme. Darin erklärt Oberhausens sportlicher Leiter Frank Kontny, dass er auf der Suche nach einem "kopfballstarken Strafraumstürmer" fündig geworden und auf den ablösefreien Ibrahimovic aufmerksam geworden sei. Naja, so einen kann man im Fußball ja immer gebrauchen - bestimmt auch der KFC Uerdingen.

Allerdings ist die Konkurrenz groß für den Krefelder Oberligisten. Denn RWO lockt den Schweden mit einigen "Bonbons" in den Ruhrpott. So wird die Stadt Oberhausen wieder die Monarchie einführen und Ibrahimovic zum König ernennen, der Bier-Sponsor von RWO würde seine Marke in "IbrahimovicPilsener" umbenennen, falls Ibrahimovic den vorliegenden Zwei-Jahres-Vertrag unterschreibt.

Das klingt ja zugegeben alles ganz nett, was sich die Oberhausener da so überlegt haben. Aber mal ehrlich: Das können wir doch besser hier in Krefeld, wo in Robert Prytz doch schon ein Schwede in der Bundesliga gespielt hat, der wie Ibrahimovic aus Malmö stammt. Den Königpalast haben wir schon; eine entsprechende Residenz ist also schon vorhanden. Und gespielt wird, wie es sich geziemt, in der Grotenburg. Als Werbepartner für Königshofer Bier, das ja mit "Krefeldern für Krefelder" wirbt, macht der 34-Jährige mit Sicherheit dann auch etwas her, wenn das Bier auf dem Plakat eine schöne Schaumkrone hat. Vielleicht liebäugelt er auch wieder mit Derbyatmosphäre mit den beiden Top-Teams innerhalb der gleichen Stadt, wie zu den Zeiten, als er für Inter und den AC Mailand gespielt hat - wir hätten da Uerdingen gegen Fischeln zu bieten. Und falls er Sehnsucht nach Schweden bekommen sollte: Den Strom für die Flutlichtspiele würden wir ja selbstverständlich sofort von Vattenfall beziehen, wenn er kommt. Außerdem haben wir gleich zwei Ikeas ganz in der Nähe. Und die Stadion-Bratwurst künftig durch Schwedenhäppchen zu ersetzen, sollte da ja ein Leichtes sein.

Ibrahimovic wird den französischen Meister Paris St. Germain jedenfalls verlassen. Wo der Superstar nach der EM in Frankreich spielen wird, ist noch nicht bekannt. Als Favorit gilt der englische Rekordmeister Manchester United, bei dem José Mourinho ab der kommenden Saison das Zepter schwingt. Mourinho und Ibrahimovic kennen sich aus der gemeinsamen Zeit bei Inter Mailand. "Wir haben super zusammengearbeitet. Das einzig Negative, was ich sagen kann, ist, dass er nur für ein Jahr mein Trainer war", sagte "Ibrakadabra" kürzlich.

Bei einer Pressekonferenz unter der Woche sagte Ibrahimovic außerdem, dass er "zu gut" für die schwedische Liga sei, nachdem über eine Rückkehr zu seinem Ex-Klub Malmö FF spekuliert worden war. "Ich möchte, dass ihr noch viele Geschichten schreibt. Ich freue mich, wenn ich sie lese, weil ich sehen möchte, wer sich die beste ausdenkt", sagte Ibrahimovic zu den Journalisten.

Und jetzt kommt das größte Plus: Von Rot-Weiß Oberhausen hat Zlatan Ibrahimovic vermutlich wohl noch nie etwas gehört. Allerdings vielleicht ja mal vom KFC Uerdingen, der ja - wenn auch noch vor über 30 Jahren unterm Bayer-Kreuz - DFB-Pokalsieger war und im Europapokal für mächtig Aufsehen gesorgt hat. Und wenn das immer noch nicht hilft, könnte er ja noch mal bei Ailton nachfragen.

Übrigens: Gestern wurde bekannt, dass der brasilianische Rechtsverteidiger Dani Alves den FC Barcelona, mit dem er dreimal die Champions League gewann und sechsmal spanischer Meister, viermal Pokalsieger und Klub-Weltmeister wurde, mit unbekanntem Ziel verlässt. Den würden sie bestimmt auch in Uerdingen nehmen.

oli/seeg

Quelle: RP
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