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Erfolg im Doppelpack für HTC Schwarz-Weiß Neuss

Lokalsport: Erfolg im Doppelpack für HTC Schwarz-Weiß Neuss
Attacke: Rückkehrer Sybtain Raza belegte beim Turnier um den Natsu-Cup an der Jahnstraße mit Gastgeber HTC SW Neuss den ersten Platz. FOTO: L. Berns
Neuss. Die Gastgeber triumphieren beim Hockey-Turnier um den Natsu-Cup sowohl mit den Damen als auch mit den Herren. Von Dirk Sitterle

Der Sevenoaks HC teilt sich seine schmucke Sportanlage mit dem 1734 gegründeten Sevenoaks VCC, einem der ältesten Cricket Clubs der Welt. Hockey wird in der süd-östlich von London gelegenen Grafschaft Kent seit 1911 gespielt. Und das gar nicht mal schlecht, denn die Jungs aus der knapp 30.000 Einwohner zählenden Stadt treten in der Premier Division, der höchsten Liga Englands an. Beim zweitägigen Turnier um den Natsu-Cup des HTC SW Neuss reichte es für die Briten allerdings nur zum vierten Platz. Rang eins ging überraschend an die Mannschaft der in der 2. Bundesliga Nord spielenden Gastgeber, die damit einen Doppelsieg feierten, denn auch das Neusser Damenteam schlüpfte ungeschlagen auf den Turnier-Thron (Bericht folgt).

Im Finale bekamen es die Schützlinge von Trainer Matthias Gräber mit dem DSD Düsseldorf zu tun. Der Regionalligist hatte in der Vorrunden-Gruppe A trotz der 3:8-Niederlage gegen Neuss noch vor dem am ersten Tag nur mit seiner Zweitvertretung (Regionalliga) angereisten Erstligisten Uhlenhorst Mülheim Rang zwei belegt. In der Parallelgruppe setzte sich der starke Sevenoaks HC vor den Zweitligisten SW Köln (Nord) und HC Ludwigsburg (Süd) durch. Damit hatten die trinkfesten Briten ihr Pulver allerdings verschossen. Dass sie am zweiten Turniertag sowohl im Halbfinale gegen Düsseldorf (1:4) als auch im Spiel um Platz drei gegen Köln (0:3) den Kürzeren zogen, hatte wohl hauptsächlich mit der Gestaltung des vorangegangenen Abends zu tun: Noch auf der HTC-Anlage erfreuten sich die Anhänger eines gepflegten Pints (entspricht rund einem halber Liter Bier) an den Höhepunkten deutscher Braukunst und zu schon vorgerückter Stunde begleitete sie ihren inzwischen nach Neuss zurückgekehrten Teamkollegen Max Hubert auf eine Party.

Die Hausherren, mit dem bei Teamleiter Carlos Navarrete untergekommenen Ukrainer Oleskii Bielozerov, Rückkehrer Sybtain Raza (Pakistan) und Lukas Busch (Crefelder HTC), aber noch ohne Sören Eschler (Krefeld) und Stammkraft Abbas Haider, mussten sich in ihrem Halbfinale gegen wie immer unbequeme Kölner mächtig ins Zeug legen. Ex-Weltmeister Sebastian Draguhn traf im dritten Viertel nach starker Vorarbeit von Carsten "Katsche" Merge zwar zur Führung, doch die Domstädter schlugen eiskalt zurück und gingen mit einem 2:1-Vorsprung in die Schlussviertelstunde. In dem netzte Ivo Otto vom Siebenmeterpunkt zum 2:2 ein, damit musste das Siebenmeterschießen die Entscheidung bringen: Während für den HTC Draguhn, Raza und Philipp Weide trafen, parierte Jonas Radeke im Neusser Kasten alle drei Schüsse der Gäste.

Im Spiel um Platz fünf fertigten die nun mit ihrer Bundesliga-Truppe angetretenen Mülheimer - der bis 2016 an der Jahnstraße tätige Coach Omar Schlingemann musste lediglich auf die EM-Teilnehmer Benedikt Fürk und Lukas Windfeder verzichten - den HC Ludwigsburg mit 7:2 ab. Im ohne Raza (krank) bestrittenen Endspiel lag Schwarz-Weiß nach Toren von Draguhn und Niclas Garms (je 2) bis kurz vor dem Ende mit 4:3 vorne, kassierte dann jedoch noch ein Eckentor und musste erneut ins Siebenmeterschießen. In dem erwiesen sich beide Mannschaften als nicht sonderlich treffsicher, was den Neusser Co-Trainer Till Brucke freilich nicht sonderlich zu überraschen wusste: "Du hast halt gemerkt, dass nach dem anstrengenden Wochenende alle ziemlich durch waren." Sein Fazit fiel indes positiv aus: "Wir haben mit beiden Teams gewonnen - das ist jetzt nicht ganz so schlecht."

Quelle: NGZ
 
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