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Lokalsport
Focken ist zurück in der Weltspitze

Dormagen. Die Ringerin am Bundesstützpunkt Dormagen holt bei der WM in Paris Silber.

Nach Platz neun bei Olympia und der verkorksten EM in Novi Sad hatte die am Bundesstützpunkt in Dormagen trainierende Krefelderin Aline Focken alles in Frage gestellt, sogar das Karriereende schwirrte im Kopf herum. Und dann kam in Paris das WM-Halbfinale gegen die Chinesin Yue Han.

Acht Sekunden vor Kampfende lag die 26-Jährige noch zurück. Dann der überraschende Beinangriff und der 5:3-Erfolg. Da wusste sie: "Ich kann noch mithalten in der Weltspitze." Dieser Sieg katapultierte sie ins Finale der Gewichtsklasse bis 69 Kilogramm, das sie gegen Olympiasiegerin Sara Dosho allerdings mit 0:3 verlor. 2014 hatte Focken die Japanerin besiegt. In Tokio 2020 soll das noch mal gelingen.

"Nach einer schweren Phase hat mir die WM in Paris extrem viel Selbstbewusstsein gebracht", sagte die Freistilringerin: "Das habe ich auch vor dem Finale gemerkt. Ich war plötzlich der lockerste Mensch der Welt." Auf einmal waren die bitteren Momente, die verpatzte Vorbereitung und der kritische beäugte Umzug zu ihrem Freund Jan Rotter nach Triberg in den Schwarzwald vergessen. Dabei war sie zuvor im Training unglücklich gestürzt. Das Schultereckgelenk hatte sich danach schwer entzündet. Erst wenige Tage vor der WM kehrte sie auf die Matte zurück. Daher lagen die Erwartungen quasi bei null.

(sit)
 
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