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Lokalsport
Handball: A-Jugend des NHV kämpft um die Bundesliga

Neuss. Keine Entschuldigungen, keine Ausflüchte - die Ausgangslage ist klar: Fünf Mannschaften kämpfen um drei Tickets für die A-Jugend-Bundesliga. Mit dabei als Gastgeberinnen die Handballerinnen des Neusser HV. Der Niederrheinmeister macht morgen den Anfang, trifft in der ersten von insgesamt zehn Begegnungen auf den Nachwuchs des ATSV Stockelsdorf. Der Eintritt an beiden Turniertagen ist frei. Von Dirk Sitterle

Spätestens mit dem Anwurf um 12 Uhr soll die Hammfeldhalle brodeln. "Denn die Gegner sind nicht von Pappe", sagt der Neusser Trainer Christoph Schon. Alle wissen: Diese bundesweite Endrunde ist für diese Saison die letzte Chance, den Sprung ins Oberhaus zu schaffen. Was das bedeutet, umreißt Schon: "Es gibt in Deutschland knapp 1100 weibliche A-Jugend-Mannschaften. Wenn wir aufsteigen, gehören wir zu den 24 besten Mannschaften." Und die Mädels vom Rhein waren schon zweimal nah dran: Im vergangenen Jahr erwies sich nach einem Qualifikationsmarathon im Finale der VfL Bad Schwartau als zu stark, erst eine Woche zurück liegt die 26:33-Niederlage im Endspiel der NRW-Runde gegen die hochfavorisierten Talente des zukünftigen Damen-Erstligisten BVB Dortmund. Nach der Partie gegen das unmittelbar an der Stadtgrenze zu Lübeck gelegenen Stockelsdorf, dessen Damen die Saison in der Oberliga Schleswig-Holstein auf dem vierten Rang abgeschlossen haben, hat Neuss bis 14.30 Uhr Pause. Dann folgt das Duell mit der HSG Barnstorf-Diepholz. Die erste Mannschaft der Niedersächsinnen schloss die Spielzeit in der Weser-Ems-Liga als Vizemeister ab. Am Sonntag warten zwei Kracher auf die Gastgeberinnen: Bereits um 10 Uhr wird das Match gegen den Bundesliga-Nachwuchs der Füchse Berlin Reinickendorf angepfiffen, nach dem letzten Spiel gegen den SV Union Halle-Neustadt (13.45 Uhr), dessen Erstvertretung in der 2. Bundesliga spielt, dürfte feststehen, ob der NHV am Ziel ist.

Neuss kann wohl in Bestbesetzung antreten - ein kleines Fragezeichen steht nur hinter dem Einsatz der sowohl am Kreis als auch im Rückraum enorm wertvollen Jule Killmer (krank) -, entscheidend für den Erfolg dürften indes neben der Tagesform zwei Dinge sein: Wie verkraften die jungen Akteurinnen vier Partien an zwei Tagen (gespielt wird jeweils 2x20 Minuten) und wie sieht es mit dem Nervenkostüm aus? Verliert ein Team unter Druck den Fokus, "nützt auch alles Videostudium nichts mehr", weiß Schon, der darum auf eine volle Halle setzt.

Quelle: NGZ
 
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