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Lokalsport
Hockey: HTC hat sich selber unter Druck gesetzt

Neuss. So hatte sich Hockey-Zweitligist HTC SW Neuss das nicht vorgestellt. Nach dem "schwarzen Wochenende" mit ganz spärlichem Ertrag gegen die beiden Schlusslichter SW Köln (1:2) und Bonner THV (2:2) steht der Erstliga-Absteiger vor dem anstrengenden Trip in den Norden, wo Partien bei Hannover 78 (morgen 14 Uhr) und beim ungeschlagenen Tabellenführer Hamburger Polo Club (Sonntag 12 Uhr) warten, "jetzt unter Druck", ist Trainer Matthias Gräber klar. Vom ersten Abstiegsplatz trennen Schwarz-Weiß gerade mal drei Punkte.

Der Coach hat die misslungenen Auftritte nicht vergessen. "Gut, in Köln kannst du verlieren, die standen zu Unrecht da unten, aber in Bonn musst du gewinnen. So ein Spiel rennt dir die ganze Woche hinterher." Ihm ist darum bewusst: "Wir müssen jetzt am Wochenende irgendwie punkten." Das freilich ist leichter gesagt als getan. Zwar zählt Hannover 78 im Gegensatz zu den vergangenen Jahren nicht mehr zu den unbedingten Titelkandidaten, doch weil die Niedersachsen nach sechs Spielen sogar einen Zähler weniger auf ihrem Konto haben als Neuss, dürfen sich die Gäste auf ein recht unentspanntes Match einstellen. Dass die 78er wie fast alle Teams gegen den Bundesliga-Absteiger fast sicher auf die Guerillataktik mit überfallartig vorgetragenen Kontern setzen werden, dazu in Chris Dolge einen versierten Eckenschützen in ihren Reihen haben, macht die Sache noch spannender.

Noch viel schwieriger ist die Aufgabe am Sonntag in Hamburg, denn obwohl der Polo Club aus Klein Flottbek offiziell als Aufsteiger geführt wird, hat er bislang alle fünf Saisonspiele gewonnen. Eine wirkliche Überraschung ist das allerdings nicht, denn der Kader ist erlesen: "Da spielen sechs ehemalige Nationalspieler", sagt Gräber. Angeführt wird die Mannschaft von Matthias Witthaus. Der bald 34 Jahre alte Spielertrainer ist mit 356 Länderspielen Rekordnationalspieler, holte bei Olympia 2008 und 2012 Gold und wurde mit der DHB-Auswahl 2002 und 2006 Weltmeister. Gräber ist trotzdem ganz optimistisch: "Wir müssen da nicht zwingend das Spiel machen, das kommt uns entgegen."

(sit)
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