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Durchsuchungen in Köln und Bonn
Bundesweite Razzia wegen G20-Krawallen

Bundesweite Razzia wegen G20-Krawallen
Ein Demonstrant wirft am Rande des G20-Gipfels in Hamburg im Juli einen Stein. FOTO: afp
Hamburg. Seit dem frühen Morgen durchsucht die Polizei Wohnungen in mehreren Bundesländern. Auch in Köln und Bonn finden Durchsuchungen statt. Die Razzia steht in Zusammenhang mit den Krawallen beim G20-Gipfel im Juli in Hamburg.

Der Einsatz der Sonderkommission "Schwarzer Block" laufe seit dem frühen Dienstagmorgen, teilte die Hamburger Polizei mit. Es geht um den Verdacht des schweren Landfriedensbruchs. 

Um Beweise zu sichern, sei eine zweistellige Anzahl von Wohnungen der linken Szene durchsucht worden - in Hamburg, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Niedersachsen. In Nordrhein-Westfalen finden unter anderem Durchsuchungen in Köln, Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis statt, teilte die Polizei auf Nachfrage unserer Redaktion mit.

Neben gerichtsverwertbaren Belegen für strafbare Handlungen erhofften sich die Ermittler neue Erkenntnisse über Vorbereitungen für die Krawalle. Nach Informationen der Zeitung "Die Welt" ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen 21 Männer und Frauen, die bei dem Gipfel im Juli an gewaltsamen Aktionen in der Hamburger Straße Rondenbarg beteiligt gewesen sein sollen. Festnahmen habe es nicht gegeben. 

"Rote Flora" nicht durchsucht worden

Details sollen um 12 Uhr auf einer Pressekonferenz präsentiert werden.

Bundespolizisten gingen damals gegen etwa 200 Demonstranten vor, weil sie nach eigenen Angaben unter anderem mit Steinen und Flaschen beworfen wurden. Medien hatten nach Auswertung eines Einsatzvideos dagegen berichtet, die Beamten seien lediglich mit drei Bengalos beworfen worden.

Das linke Hamburger Kulturzentrum "Rote Flora" sei bei dem Einsatz am Dienstag nicht durchsucht worden, so der Sprecher weiter. Es war nach den Krawallen am 7. Juli im Schanzenviertel in die Kritik geraten.

Einzelheiten zu den Razzien wollen der Präsident der Hamburger Polizei, Ralf Martin Meyer, und der Leiter der Soko "Schwarzer Block", Jan Hieber, am Mittag auf einer Pressekonferenz bekanntgeben.

(jco/ate/afp/dpa/reu)
 
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