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Syrien
Assads Luftwaffe fliegt mit neuen russischen Jets Angriffe

Syrien: Assads Luftwaffe fliegt mit neuen russischen Jets Angriffe
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Damaskus . Westliche Staaten hatten es befürchtet - nun ist es amtlich: Die syrische Luftwaffe benutzt nach Angaben eines Militärsprechers neugelieferte russische Kampfflugzeuge in dem Bürgerkriegsland.

Mehrere russische Jets seien vor mehr als zehn Tagen eingetroffen und erstmals vergangene Woche bei der Bombardierung der nordsyrischen Stadt Al-Rakka, der Hochburg der Terrormiliz Islamischer Staat (IS), eingesetzt worden, sagte der Militär-Angehörige am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Des Weiteren seien dem Regime auch andere schwere Waffen übergeben worden. Zudem bestätigte ein syrischer General im Ruhestand den Erhalt neuer Kampfflugzeuge aus Moskau.

Auch die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte berichtete, dass die Luftwaffe des Regimes von Machthaber Baschar Al-Assad neue russische Maschinen zur Bombardierung des IS eingesetzt habe. So seien mit diesen auch Luftangriffe auf Stellungen der Extremisten in der historische Oasenstadt Palmyra geflogen worden. Erst am Montag und Dienstag waren dort mindestens 38 Dschihadisten durch Luftschläge ums Leben gekommen.

Russland gilt neben dem Iran als der engste Verbündete Assads und unterstützt dessen Regime trotz westlicher Kritik seit Jahren mit Waffen. Der Westen, allen voran die USA, hatte in den vergangenen Wochen Sorge über ein größeres Militär-Engagement Russlands in Syrien geäußert.

Moskau hatte zu eigenen Kampfflugzeugen oder anderen Waffen für einen russischen Einsatz in Syrien bislang keinerlei Stellungnahme abgegeben. Offiziell gibt es auch keine russischen Soldaten in Syrien, sondern nur sogenannte Militärberater. Berichte über den Ausbau eines Flughafens im Westen Syriens für militärische Zwecke hatte Moskau kürzlich zurückgewiesen.

Unter westlichen Diplomaten besteht wenig Zweifel an der verstärkten militärischen Hilfe Russlands, die darauf ziele, Assad und seiner vom mehr als vierjährigen Bürgerkrieg ausgelaugten Armee den Rücken zu stärken. Russland spricht sich für eine Lösung des Konflikts unter Einbeziehung des syrischen Präsidenten aus. Westliche Staaten haben dies wiederholt abgelehnt.

In Moskau begrüßte der iranische Vizeaußenminister Hussein Amirabdullahian am Dienstag dagegen den russischen Vorschlag einer internationalen Koalition gegen den IS. Sein Land sei zu gemeinsamen Aktionen bereit. "Welcher Schritt auch unternommen wird - Assad wird Teil der Krisenbewältigung sein", sagte er der Agentur Interfax zufolge.

Die britische Regierung zeigte sich am Dienstag besorgt. Dass Moskau Schiffe und Flugzeuge in die Region liefere, "macht eine enorm komplizierte Situation noch komplizierter", sagte Verteidigungsminister Michael Fallon in London. Die britische Regierung beteiligt sich bisher an Luftschlägen gegen den IS im Irak, will die Angriffe aber auf Syrien ausweiten. Dort bombardiert eine US-geführte Militärkoalition Stellungen des IS.

(dpa)
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