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Ukraine
Poroschenko warnt vor russischem Einmarsch

Ukraine: Poroschenko warnt vor russischem Einmarsch
Petro Poroschenko (Mitte) wird am Abend erneut mit Angela Merkel und Francois Hollande zusammentreffen. FOTO: dpa, rp ase jak fpt
Kiew. Während der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier erneut betont hat, dass eine europäische Friedensordnung ohne die Einbindung Russlands nicht funktioniere, hat der ukrainische Präsident Petro Poroschenko zum Tag der Unabhängigkeit der Ex-Sowjetrepublik eindringlich vor der Gefahr eines russischen Einmarsches gewarnt.

Der Feind verfolge weiter die Idee eines direkten Angriffs auf die Ukraine, sagte Poroschenko am Montag in Kiew auf dem Unabhängigkeitsplatz - dem Maidan. Zugleich kündigte eine weitere Stärkung des Militärs an.

Nach den Feierlichkeiten zum 24. Jahrestag der Unabhängigkeit wird Poroschenko von Kanzlerin Angela Merkel in Berlin erwartet. Bei den Gesprächen geht es um die friedliche Lösung des blutigen Konflikts im ostukrainischen Kriegsgebiet Donbass.

Derweil hat Steinmeier (SPD) neue Anstrengungen für eine Verbesserung des Verhältnisses zu Russland angekündigt. Auf der Jahreskonferenz der deutschen Auslandsbotschafter sagte Steinmeier am Montag in Berlin, Moskau müsse "über das aktuelle Krisenmanagement hinaus" im Ukraine-Konflikt wieder in die internationale Ordnung eingebunden werden. Russland sei zur Lösung vieler internationaler Konflikte wichtig. "Es kann eine europäische Friedensordnung am Ende nur mit der Einbindung Russlands geben."

Steinmeier machte aus seiner Unzufriedenheit über die Umsetzung der Ukraine-Friedensvereinbarungen vom Februar in Minsk keinen Hehl. "Von einer echten Lösung sind wir weit entfernt." Trotz der anhaltenden Gewalt dürfe man sich aber nicht entmutigen lassen.

(dpa)
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