| 10.07 Uhr

Berlin
Schulz streitet mit de Maizière über Abschiebungen

Berlin. Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat für mehr Härte bei der Abschiebung abgelehnter Asylbewerber plädiert und trifft damit auf Widerspruch bei SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz. De Maizière beklagte in der "Welt am Sonntag", es gebe hierzulande zwar eine "abstrakte Zustimmung" zu Abschiebungen, im Einzelfall aber Ablehnung. Schulz forderte demgegenüber dazu auf, sich stärker die Einzelfälle anzuschauen. Wenn Flüchtlinge schon über Jahre gesetzestreu und gut integriert im Lande lebten und in ihrer Heimat unsichere Verhältnisse herrschten, dann halte er deren Abschiebung nicht für richtig, sagte er im ZDF. Im Sender RTL plädierte Schulz zudem für ein Einwanderungsgesetz.
(rtr)
 
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