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Titelkämpfe
Nordkorea will 2017 Junioren-WM im Judo ausrichten

Pjöngjang. Nach dem Zuschlag für die Junioren-WM im Gewichtheben 2018 will Nordkorea auch die Titelkämpfe der Judo-Junioren ausrichten. Damit könnte das kommunistische Land bereits im kommenden Jahr wieder als Gastgeber einer Sportveranstaltung auf die internationale Bühne zurückkehren. Zuletzt fand 1979 die Tischtennis-WM auf nordkoreanischem Boden statt. Der von Diktator Kim Jong-Un regierte Staat steht wegen atomarer Machtspiele, Menschenrechtsverletzungen und seiner militaristischen Staatsform international in der Kritik. Marius Vizer, der Präsident des Judo-Weltverbandes IJF, war bereits im Dezember in der nordkoreanischen Hauptstadt Pjöngjang, um sich vor Ort ein Bild zu machen. "Man hat mir bestätigt, dass jeder ein Visum bekommen würde", sagte Vizer der Nachrichtenagentur AFP. Das Projekt einer Kandidatur nehme konkrete Formen an. Man habe ihm schriftlich garantiert, dass alle Voraussetzungen erfüllt würden, um die Athleten aus aller Welt zu beherbergen, "und zwar aus jedem Land". Am Donnerstag hatte der Gewichtheber-Weltverband IWF die Junioren-WM 2018 nach Pjöngjang vergeben, obwohl der Verband am Vortag noch wegen Dopingvergehen mit Sanktionen für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) belegt worden war.
(sid)
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