1. Bundesliga 17/18
| 10.11 Uhr

Rummenigge stellt klar
"Müller ist immer noch unverkäuflich"

Fotos: Thomas Müller – Bayer, WM-Torjäger, Weltmeister
Fotos: Thomas Müller – Bayer, WM-Torjäger, Weltmeister FOTO: afp, desk
Shanghai. Rekordmeister Bayern München verschwendet weiterhin keinen Gedanken daran, Weltmeister Thomas Müller an einen anderen Verein abzugeben. Er macht dem 27-Jährigen aber auch Druck.

"Thomas ist immer noch unverkäuflich, da er perfekt zum FC Bayern passt", betonte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in der "Sport Bild".

Angeblich sind gleich vier Topklubs am Offensivspieler interessiert. Der englische Meister FC Chelsea, dessen Ligakonkurrenten FC Arsenal und FC Liverpool sowie Italiens Champion Juventus Turin. Die Bayern wollen aber trotz der enttäuschenden Vorstellungen in der vergangenen Spielzeit an Müller festhalten.

Rummenigge erwartet allerdings künftig mehr von der Identifikationsfigur. "Thomas als auch wir sind uns in der Bewertung der letzten Saison einig: Es war keine gute. Aber das ist auch kein Problem. Thomas weiß auch, dass er da ein Stück mehr bringen muss."

Die Verpflichtung von Superstar James Rodríguez (26) sei nicht als Misstrauensvotum gegenüber Müller zu verstehen. "Das heißt überhaupt nichts", stellte Rummenigge klar. "Thomas hat absolut die Qualität, sich gegen jeden und alles durchzusetzen und Stammspieler zu sein. Das ist sein Ziel, und das ist auch unser Wunsch."

Sammer hält Müller für "einzigartig auf der Welt"

Bayern Münchens ehemaliger Sportvorstand Matthias Sammer hat derweil ein flammendes Plädoyer für Müller gehalten. "Für mich ist Thomas Müller – mit dem ein oder anderen Spieler auch – die Seele und die Zukunft des FC Bayern. Und das sollte auch der Klub verstehen. So ein Spielertypus wie Thomas Müller ist einzigartig auf der Welt", sagte Sammer im Eurosport-Interview.

Der 49-Jährige forderte deshalb Vorstandschef Rummenigge und Präsident Uli Hoeneß auf, "immer darauf einzuwirken, wie wichtig so ein Typus in der Geschichte für Bayern München war. Aber in der Gegenwart auch das Vertrauen spüren muss, um die Zukunft stabil zu gestalten. Das ist eine wichtige Aufgabe der beiden Führungspersönlichkeiten des Klubs."

Für Sammer ist Weltmeister Müller "ein irrationaler Spieler, der nicht nur Pep (Guardiola, d.Red.) zwischendurch zur Verzweiflung getrieben hat. Thomas ist ein Freigeist. Und diese Freiheiten muss er auch spüren", sagte er in Richtung Trainer Carlo Ancelotti. "Es kann auch einmal sein, dass er im Spiel einfach untertaucht. Das ist sein Typus. Aber er ist so wichtig. Er ist ein Idol, eine ganz, ganz wichtige Integrationsfigur für die Zukunft dieses Klubs ist."

Sammer glaubt nicht an James Rodriguez

Dagegen sieht Sammer bei Bayern-Zugang James Rodríguez "auch von der Position her eine gewisse Eingeschränktheit. Diese Vielfältigkeit, die zwar interessant klingt, diese sehe ich bei ihm aber nicht so."

Für Sammer ist auch der Hype um den Kolumbianer nicht wichtig. "Auch prima - Social Media und viel Brimborium. Das ist alles schön und gut. Aber mich interessiert als Leistungssportler, in der Leistung im Mittelpunkt steht, dann doch eher die Wertigkeit von Thomas Müller."

(jado/sid)
 
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