1. Bundesliga 17/18
| 09.16 Uhr

Keine Zukunft in Dortmund
Stöger-Aus nach Derby-Pleite wohl endgültig besiegelt

Peter Stöger: Wiener, BVB-Coach, Karnevals-Fan
Peter Stöger: Wiener, BVB-Coach, Karnevals-Fan FOTO: dpa, geb
Dortmund. Jetzt ist es offenbar beschlossene Sache: Bundesligist Borussia Dortmund wird sich nach einem Medienbericht zum Saisonende von Trainer Peter Stöger trennen.

Die Niederlage im Bundesliga-Derby gegen den FC Schalke 04 am Sonntag sei der ausschlaggebende Grund für die Entscheidung gewesen, schreibt die "Bild". Der Österreicher Stöger müsse auch dann gehen, wenn er die Zielvorgabe, die Qualifikation für die Champions League, erreichen sollte. Der BVB ist momentan Tabellen-Vierter.

Hans-Joachim Watzke wollte die angeblich bevorstehende Trennung nicht bestätigen. "Das sind nur Spekulationen", teilte der BVB-Geschäftsführer dem SID am Dienstag auf Anfrage mit. "Wir haben immer gesagt, dass Peter Stöger unser erster Ansprechpartner sein wird. Bislang gab es nicht einmal ein Gespräch darüber, wie sich beide Seiten die Zukunft vorstellen, folgerichtig gibt es auch keine Entscheidung", sagte BVB-Mediendirektor Sascha Fligge der dpa.

Der 52 Jahre alte Stöger, dessen Vertrag nur bis Sommer läuft, rechnet nach der 0:2-Niederlage gegen Schalke allerdings wohl selbst nicht mehr mit einem Verbleib. "Mein Dienstverhältnis geht bis zum 30. Juni - und das ist gut so", sagte er dem WDR.

Fotos: Favre – akribischer Arbeiter und Ex-Gladbach-Trainer FOTO: AP

Top-Kandidat als Nachfolger ist Lucien Favre. Der ehemalige Trainer von Borussia Mönchengladbach und Hertha BSC hat eine Ausstiegsklausel in seinem Vertrag mit dem französischen Erstligisten OSC Nizza. Auch RB Salzburgs Marco Rose (41) wird als Kandidat gehandelt. Der gebürtige Leipziger, der unter Jürgen Klopp 150 Liga-Spiele für den FSV Mainz 05 bestritt, steht mit Salzburg im Europa-League-Halbfinale. Rose hat allerdings noch einen Vertrag bis 2019.

Vor dem Spiel auf Schalke hatte BVB-Sportdirektor Michael Zorc eine weitere Zusammenarbeit mit Stöger in einem Interview der "Bild am Sonntag" nicht ausgeschlossen: "Wir haben immer gesagt, dass auch eine längere Zusammenarbeit mit Peter möglich ist. Wir sind ihm extrem dankbar."

Stöger hatte den BVB nach der Trennung vom Niederländer Peter Bosz im Dezember 2017 übernommen.

(can/sid/dpa)
 
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