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Champions League
Kagawa – Dortmunds X-Faktor gegen Monaco

BVB - Monaco: Mann gegen Mann
BVB - Monaco: Mann gegen Mann FOTO: rtr, mb
Dortmund. Nach vielen Problemen in der Hinrunde hat sich Shinji Kagawa bei Borussia Dortmund eindrucksvoll zurückgemeldet. Der Japaner bereitet nicht nur seinem Trainer Thomas Tuchel viel Freude.

Der Ablauf ist für Shinji Kagawa immer gleich. Nach jedem Spiel für Borussia Dortmund wartet aufgeregt eine kleine Gruppe von Journalisten aus seinem Heimatland auf den Japaner. Mit viel Geduld beantwortet Kagawa höflich alle Fragen. Und die Dauer der Gespräche hat sich in den vergangenen Wochen wieder deutlich verlängert.

Kagawa hat sich beim deutschen Vizemeister nach einigen Problemen eindrucksvoll zurückgemeldet. Der 28-Jährige spielt derzeit in der Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel wieder eine wichtige Rolle. Das war nicht immer so.

Kagawa plagte in der Hinrunde eine Sprunggelenkverletzung. Er kam nicht richtig in Schwung und wurde in einigen Spielen vor und nach der Verletzung von Tuchel nicht einmal in den Kader berufen, auch weil er in seinem System auf einen klassischen Spielmacher verzichtete.

Das hat sich geändert. Kagawa versprüht wieder die aus den Meisterjahren 2011 und 2012 bekannte Spielfreude und macht damit nicht nur seinen Coach glücklich. "Es ist ein großes Geschenk, sein Trainer zu sein", schwärmte Tuchel zuletzt: "Er ist immer ein großer Faktor, egal ob er von Beginn spielt oder eingewechselt wird."

Zuletzt stand er meist in der Startformation und sorgte für spielerische Glanzpunkte. Mit seinen Dribblings und seinen überraschenden Ideen stellte er die Gegner häufig vor unlösbare Probleme. Beim 3:0 gegen den Hamburger SV Anfang April gelang ihm zudem sein erstes Saisontor.

Kagawa fühlt sich wieder wohl und hilft damit der Mannschaft. Bei der ernüchternden Niederlage bei Bayern München (1:4) im Bundesliga-Topspiel fehlte er aufgrund muskulärer Probleme und wurde schmerzlich vermisst. "Shinji ist immer da, wenn du ihn brauchst", sagte Tuchel und lobte das Verhalten des japanischen Nationalspielers während der schwierigen Phase: "Er kann wahnsinnig gut mit Kritik und Druck umgehen. Ihn kannst du nachts um drei Uhr wecken und er schießt den ersten Elfmeter in der Allianz Arena rein."

Daher ist es denkbar, dass Kagawa seinen im Juni 2018 auslaufenden Vertrag in Dortmund doch vorzeitig verlängert. Denn was er an den Schwarz-Gelben hat, weiß er spätestens nach seinem unglücklichen Gastspiel beim englischen Rekordmeister Manchester United (2012 bis 2014).

BVB-Sportdirektor Michael Zorc betonte allerdings zuletzt, dass noch keine Gespräche mit Kagawa über eine Ausdehnung seines Kontraktes stattgefunden hätten. Doch auch die Dortmunder Verantwortlichen haben die erfreuliche Entwicklung des offensiven Mittelfeldspielers registriert.

(sid)
 
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