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Fortuna
Fürth ist die zweitbeste Rückrunden-Mannschaft

Greuther Fürth - Fortuna 2:1
Greuther Fürth - Fortuna 2:1 FOTO: rpo, Falk Janning
Am Freitag steigt für Fortuna im Duell mit der SpVgg Fürth das nächste Spitzenspiel. Zumindest wenn man sich die Rückrunden-Tabelle ansieht;. Denn da ist es das Spiel des Vierten gegen den Zweiten. Die Kleeblätter sind mit fünf Siegen (alle zu Null) aus sieben Spielen die zweitbeste Mannschaft des Jahres (hinter dem FC Augsburg).

Die Grünen haben in der Winterpause eine erstaunliche Wandlung durchgemacht: Sie waren als Viertletzter in die Winterpause gegangen (6 Siege, ein Remis, 10 Niederlagen, 28:33 Tore), hatten nur sechs Punkte Vorsprung vor den Abstiegsplätzen. Zu Beginn der Rückrunde landeten sie dann zwei spektakuläre Siege.

Sie überrannten zunächst Spitzenreiter 1. FC Kaiserslautern auf eigenem Platz mit 3:0 und putzten eine Woche später den FSV Frankfurt mit 5:0. Es folgte ein 1:0-Heimsieg gegen Cottbus. Nach zwei 1:2-Niederlagen gegen Arminia Bielefeld und gegen 1860 München ging es dann scheinbar wieder bergab, doch die Franken kehrten zurück in die Erfolgsspur: Sie setzten sich jeweils mit 1:0 in Oberhausen und gegen Rostock durch. Fürth ist so seit Jahresbeginn in der Tabelle leise, still und heimlich vom viertletzten Platz bis auf Rang acht geklettert, hat sich ins gesicherte Mittelfeld gerettet.

Als Vater des Erfolges wird am Ronhof der frühere Schalker und Düsseldorfer Mike Büskens gefeiert. Der Euro-Fighter löste am 27. Dezember Benno Möhlmann auf dem Trainerbänkchen ab und hat seine Schützlinge wieder in die Spur gebracht. Beobachter bescheinigen dem 41-Jährigen, die Sprache der Mannschaft zu sprechen. Er hat ihr neues Selbstvertrauen gegeben.

Der Wandel der Fürther geht dabei einher mit einer Stabilisierung der Defensive: In der Vorrunde hatte die Truppe 33 Gegentore hinnehmen müssen, während der sieben jüngsten Partien nur noch vier. Ein Gewinner unter Trainer Büskens ist Max Grün. Der 22-jährige Keeper war zu Saisonbeginn nur die Nummer drei. Er profitierte aber von Stephan Loboués verletzungsbedingten Ausscheiden (Muskelfaserriss beim 2:6 im Pokal beim FC Bayern) und erkämpfte sich mit tadellosen Vorstellungen einen Stammplatz.

Der ehemalige Bayern-Amateur war beim 1:0-Erfolg gegen Rostock der Matchwinner und hatte auch beim Sieg in Oberhausen eine Woche zuvor maßgeblich Anteil an dem Dreier. Stammtormann Loboué ist zwar wieder genesen, muss aber auf der Bank Platz nehmen.

Sorgen bereitet Büskens vor dem Fortuna-Spiel die rechte Außenbahn, weil Bernd Nehring ausfällt. Der torgefährliche Mittelfeldspieler, der seinen Ex-Verein VfB Stuttgart aus dem Pokal schoss, ist an einem Virus erkrankt. Dem Trainer stehen aber auf der anderen Seite die beiden zuletzt gesperrten Milorad Pekovic und Kim Falkenberg wieder zur Verfügung.

Für Fortuna hat die Partie auch auf Grund der Voirkommnisse beim Hinspiel eine besondere Bedeutung: Im Oktober des vergangenen Jahres hatten die Düsseldorfer bei der SpVgg mit 1:2 verloren. Es gab eine Reihe skandalöser Entscheidungen gegen Fortuna. Einige Wochen später kam heraus, dass der eingesetzte Linienrichter Cetin Sevink im Zusammenhang mit dem Wettskandal unter Verdacht stand.

(jan)
 
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