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Motorrad-WM
Bradl fährt starkes Rennen – Márquez kann den Sekt kalt stellen

Stefan Bradl fährt starkes Rennen – Marc Márquez kann den Sekt kalt stellen
Stefan Bradl war mit Platz zehn hochzufrieden. FOTO: afp, CAC
Alcaniz. Stefan Bradl setzte mal wieder ein Ausrufezeichen, Jonas Folger und Philipp Öttl ließen dagegen beim Großen Preis von Aragón ihre Chancen liegen: Für die deutschen Motorrad-Piloten war auf der WM-Station Alcaniz von Erleichterung bis Enttäuschung alles dabei.

"Ich bin rundum happy", sagte Bradl bei Eurosport, "ich habe einen guten Job gemacht." Der Zahlinger wurde in der MotoGP ausgezeichneter Zehnter, nachdem er am Vortag mit seiner Aprilia bereits das beste Qualifying des Jahres gezeigt hatte (12.). Es war für den 26-Jährigen das fünfte Top-10-Ergebnis der Saison sowie die drittbeste Platzierung nach Termas de Río Hondo/Argentinien (7.) und Assen/Niederlande (8.).

"Ich hoffe, dass es so weitergeht", sagte Bradl, in den kommenden Wochen stehen nach einer Pause die Überseerennen in Japan (16. Oktober), Australien (23.) und Malaysia (30.) an. Bradl ist nach seinem Erfolgserlebnis heiß: "Ich freue mich drauf. Das sind alles supercoole Strecken."

Derweil kann Marc Márquez so langsam den Weltmeistersekt kalt stellen. Der Lokalmatador gewann erstmals seit drei Jahren auf der Strecke und erstmals seit Valencia 2014 in Spanien. Der Honda-Pilot hat im Klassement der Königsklasse bei vier ausstehenden Rennen 52 Punkte Vorsprung auf Valentino Rossi (Italien), der hinter Weltmeister Jorge Lorenzo (Spanien/beide Yamaha) Dritter wurde.

Folger blieb in der Moto2 unter seinen Möglichkeiten. Der Wahl-Spanier aus Tordera kam trotz Startplatz vier nicht über Position zehn hinaus. Sandro Cortese (Berkheim) belegte in der mittleren Klasse den 13., Marcel Schrötter (Tordera) den 15. Rang. Der Brite Sam Lowes feierte seinen zweiten Saisonsieg, Titelverteidiger Johann Zarco (Frankreich) wurde Achter und behauptete seine WM-Führung knapp.

"Aragón liegt mir sehr gut. Ich muss in der ersten Rennhälfte mit der Spitze mitfahren", hatte Folger vor dem Start gesagt, konnte sein Vorhaben aber nicht umsetzen. Nach wenigen Runden leistete sich der 23-Jährige einen schweren Fahrfehler und rutschte bis auf Position neun ab. Später zog auch noch Weltmeister Zarco vorbei.

In der Moto3 konnte Öttl (Ainring) seine gute Ausgangsposition ebenfalls nicht nutzen. Der 20-Jährige wurde beim vorzeitigen Titelgewinn des Südafrikaners Brad Binder nach zwischenzeitlicher Führung nur Zehnter. Binder reichte ein zweiter Platz hinter Rennsieger Jorge Navarro (Spanien), um im 14. von 18 Läufen alles klar zu machen. "Wir haben die heutige Schlacht verloren, aber den Krieg gewonnen", sagte Binder.

Der von Platz vier gestartete Öttl war stark unterwegs und setzte sich 13 Runden vor Schluss an die Spitze, konnte sich dort aber nicht lange halten. Die Positionen wechselten häufig, Öttl blieb zunächst vorne dran, verlor das Führungs-Quartett in der heißen Phase jedoch aus den Augen und büßte weitere Plätze ein.

(sid)
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