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Lokalsport
Borussia macht großen Schritt Richtung Play-offs

Düsseldorf. Kristian Karlsson steuert zum 3:2-Sieg im Spitzenspiel der Tischtennis-Bundesliga gegen Saarbrücken zwei Punkte bei. Von Tino Hermanns

Bei Borussia bekommt man etwas für sein Geld geboten - reihenweise episch-spannende Auseinandersetzungen in der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) und in der Champions League. Zum Glück für die Düsseldorfer entscheiden sie die meisten Duelle für sich. So wie gestern die Meisterschaftspartie gegen den 1. FC Saarbrücken TT mit 3:2. "Wir haben viel gearbeitet. Mit diesem Ergebnis im Rücken können die Jungs entspannt zu den German Open fahren", kommentierte Cheftrainer Danny Heister.

Die Saarländer waren als Dritter der TTBL-Tabelle an den Rhein gereis. Dass sie dennoch verloren, kam nicht ganz überraschend, sind die Borussen doch nach sechs Liga-Spieltagen noch immer verlustpunktfreier Spitzenreiter. Das knappe 3:2 ist allerdings der Ausdruck der Ausgeglichenheit der Liga. "Aber es kommt der Tag, da verlieren wir solche Spiele", mahnte Heister. "Ein paar Sachen sind mir aufgefallen, an denen wir in den kommenden Wochen arbeiten werden."

Auch ohne ihren Spitzenspieler Timo Boll (Weltrangliste/WR 4) waren die Düsseldorfer am Ende Herr im eigenen Hause. Zum Matchwinner schwang sich erneut Kristian Karlsson (WR 27) auf. Der Schwede bezwang den Ex-Borussen Patrick Franziska (WR 53) und zum Abschluss eines nervenaufreibenden Duells Bojan Tokic (WR 52). Den dritten, letztlich siegbringenden Zähler hatte Anton Källberg (WR 75) direkt zum Auftakt mit seinem lockeren Sieg über Tokic beigesteuert.

Im Grunde hätte die Partie auch mit 3:0 enden können, doch Stefan Fegerl (WR 36) konnte seine Siegchancen gegen den im weltweiten Ranking drei Plätze tiefer notierten Tiago Apolonia nicht nutzen. Zwar kämpfte sich Fegerl nach 0:1- und 1:2-Satzrückstand zurück ins Match, aber im fünften Durchgang hatte der Saarländer das bessere Ende für sich. "Kein Vorwurf an Stefan. Das ist Mannschaftssport, da gewinnt und verliert man zusammen", sagte Matchwinner Karlsson.

Die abgeklärteste Leistung des Tages zeigte Källberg im Match gegen Tokic. Im Duell der Generationen - Källberg ist gerade 20 Jahre alt, Tokic bereits Mitte 30 - machte der Jungspund den routnierteren Eindruck. Källberg hielt seinen jugendlichen Übermut im Zaum und agierte für sein Alter erstaunlich souverän. Nahezu alles, was der Youngster am Tisch machte, hatte Hand und Fuß. So waren Källbergs Angriffsschläge für Tokic meist zu schnell, nachdem der Borusse sie clever durch gut platzierte Bälle vorbereitet hatte. Die tägliche Trainingsarbeit mit Heister macht sich bemerkbar.

Doch gegen Franziska patzte der als Nummer eins aufgebotene Källberg. "Gegen Franz spielt er nicht gerne. Das hat man gesehen", erklärte Heister. Am Ende waren die beiden Misserfolge von Fegerl und Källberg jedoch egal. "Das war ein echtes Spitzenspiel, das zwei Sieger verdient hätte", sagte Manager Andreas Preuß. "Für uns bedeutet dieser Sieg schon einen großen Schritt in Richtung Play-off-Runde."

Ergebnisse: Källberg - Tokic 3:0 (11:8, 11:4, 11:9); Karlsson - Franziska 3:1 (8:11, 11:9, 12:10, 11:9); Fegerl - Apolonia 2:3 (4:11, 11:9, 7:11, 11:7, 9:11); Källberg - Franziska 0:3 (8:11, 9:11, 7:11); Karlsson - Tokic 3:2 (6:11, 11:7, 15:13, 5:11, 12:10).

Quelle: RP
 
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