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Peter Werner & Dieter Nuhr
Wie Promis für den Rochusclub trainieren

Peter Werner & Dieter Nuhr: Wie Promis für den Rochusclub trainieren
Dieter Nuhr tritt mit Spielpraxis beim DRK-Charity-Cup an. Er spielte zuletzt für den TC Bovert. FOTO: Stefan Büntig
Düsseldorf. Schuld war wie immer Boris Becker. An einem Sonntag in den 1980er Jahren verfolgte Peter Werner, Gründer der Band De Höhner, im Fernsehen, wie der Leimener das Finale eines Grand-Slam-Turniers bestritt. Das war der Erweckungsmoment für die Amateur-Tennis-Karriere des kölschen Musikers, die allerdings nicht von ganz so vielen Erfolgen geprägt war wie die Arbeit mit seiner Band. Von Jan Wiefels

Mit 65 Jahren hat es Peter Werner nun aber auf einen geschichtsträchtigen Platz geschafft: Als einer von mehreren Prominenten tritt er beim "DRK-Charity-Cup" im Rochusclub in Grafenberg an. Werner spielt am Samstag gemeinsam mit dem ehemaligen Tennis-Profi Rolf Gehring im Doppel gegen Marc-Kevin Goellner und Dietloff von Arnim. "Ich freue mich riesig", sagt Werner, der auch regelmäßig trainiert.

Einmal pro Woche trifft er sich mit seinem Bandkollegen Janus Fröhlich auf ein Match. Da Fröhlich zurzeit aufgrund einer Verletzung keinen Sport treiben kann, mussten andere Bekannte für Spiele herhalten. "Außerdem mache ich jeden Morgen Gymnastik", sagt Werner. Fit muss der Musiker auch sein: Morgen Abend tritt er mit seiner Band vor 3000 Zuschauern in Herborn auf. Nach dem Spiel am Samstag geht es für ihn dann direkt nach Düren zum nächsten Höhner-Auftritt. Bald kann sich Werner mehr auf den Sport konzentrieren, denn sowohl Werner als auch Fröhlich haben ihren Ausstieg von der Band bekanntgeben. Den Stress in den kommenden Tagen tue er sich allerdings gerne an, schließlich gehe es um einen guten Zweck. "Ich bin selbst DRK-Mitglied und finde das Engagement wichtig."

Auch Kabarettist Dieter Nuhr hat sich in den Dienst des guten Zwecks gestellt. Gegenüber Peter Werner bringt Nuhr zwei Vorteile mit: Er ist aktuell nicht auf Tour und verfügt über größere Tennis-Erfahrung. Zuletzt hat er für die Herren 50 des TC Bovert in Meerbusch in der Niederrheinliga gespielt. "Ich trainiere seit 54 Jahren auf diesen Moment hin", sagt der Comedian. "Leider war ich gerade eine Zeit lang in Albanien. Da konnte ich nicht trainieren, weil ich den ganzen Tag fotografieren und Ziegenbeine essen musste. Aber ich habe in dieser Woche einige Einheiten absolviert, bin also wieder im Schlag, leider allerdings konditionell am Ende. Wir werden sehen."

Bereits am Freitag soll der 54-Jährige an der Seite von Henri Leconte ins Turniergeschehen eingreifen. Der Ex-Profi hat im Doppel seinen größten Erfolg gefeiert: 1984 holte er im Doppel bei den French-Open seinen einzigen Grand-Slam-Titel. Gemeinsam mit dem Franzosen trifft Dieter Nuhr auf das Duo Michael Stich (Doppel-Sieger Wimbledon 1992) und den Fotografen Andreas Gursky. Dieter Nuhr hat nach eigener als Spielertyp am ehesten Ähnlichkeit mit Rafael Nadal. "Ich spiele auch gerne mit Spin und habe erhebliche Selbstzweifel. Bei mir sind sie allerdings berechtigt", sagt Nuhr. Warum er trotz der Selbstzweifel am Turnier teilnimmt? "Ich wurde gefragt. Und ich suche immer neue Tennispartner. Da kamen Leconte und Stich gerade recht. Ich wollte sie ohnehin gerade anrufen, ob sie am Wochenende Zeit hätten, ein paar Bälle zu kloppen. Das kam gut aus."

Der "DRK-Charity-Cup präsentiert von der Sparda-Bank" wird morgen und am Samstag im Rochusclub ausgetragen. Von den Einnahmen profitieren Pflegeheime des Deutschen Roten Kreuzes sowie die Demenzgruppen. Karten für das Turnier gibt es im Internet unter www.westticket.de sowie unter Telefon 0211 274000.

 

Quelle: RP
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